Ausflug nach Cascais I

Wer zwei Monate im Trainingslager ist, braucht auch mal eine Pause – und einen Tapetenwechsel.

Vilamoura ist schön, aber irgendwann fällt einem auch hier die Decke auf den Kopf… Also packten wir letzte Woche kurzerhand unsere Rucksäcke, nachdem uns unser Coach Jorge zu sich nach Cascais eingeladen hatte, und fuhren Richtung Lissabon.

Von Vilamoura aus sind es ca. drei Stunden Autofahrt in die portugiesische Hauptstadt. Auf halbem Wege schickt uns unser Jorge eine Empfehlung für ein Restaurant, wo wir uns mit ihm zum Mittagessen treffen wollen: Moinho Dom Quixote. Wir fahren eine Weile Serpentinen rauf und runter, durch wunderschöne Natur bis wir irgendwann links abbiegen sollen – auf einen Schotterweg mitten in der „Pampa“. „Jorge, wo hast du uns hier hingeschickt?“, fragen wir uns. Nach kurzer Zeit taucht allerdings ein Tor auf, hinter dem ein kleiner, von Kakteen und Blumen umgebener Parkplatz liegt. Weiter hinten führt ein schmaler Pfad um eine alte portugiesische Mühle herum – daher der Name „Moinho“ also!

Wir folgen dem Pfad und betreten einen wunderschönen Garten mit lauter unterschiedlichen liebevoll drapierten Sitzgelegenheiten und Tischen, an denen sich Leute auf Portugiesisch und Englisch fröhlich unterhalten. Der Garten ist ganz schön verwinkelt und um zu einem sonnigen Platz weiter hinten im Garten zu gelangen, den wir uns kurzerhand ausgeguckt haben, schlängeln wir uns durch ein Labyrinth von Mosaik-Tischen und Holzbänken, kleinen Mauern und Blumentöpfen und ducken uns unter einer Hängematte durch.

Hier werden die Tische weniger und die Pflanzen mehr und der Garten geht in einen steilen, wild bewachsenen Hang über. Dahinter schauen wir auf wunderschöne Strände, vor denen die brechenden Wellen in der Sonne glitzern.

Wir setzen uns und ich lehne mich einfach nur zurück, schließe die Augen und genieße die warmen Sonnenstrahlen. Hier oben weht eine leichte Brise, die die Palmen um uns herum rascheln lässt. Ich könnte hier einfach stundenlang so sitzen bleiben…

Eine Bedienung fragt uns was wir bestellen wollen und empfiehlt uns als Erfrischung das Tagesspecial „Orangen-Apfel-Auberginensaft“. Wir schauen uns verwundert an, aber sind so überwältigt von Eindrücken und in Ausprobier-Stimmung, dass wir einfach zustimmen.

Ob der merkwürdige Saft wirklich schmeckt? Das erfahrt ihr morgen in Teil II!

English Version

When you spend two months in a training camp, at some point you need a break – and a change of scenery.
Vilamoura is nice, but at some point you get cabin fever… So, without further ado, we packed our backpacks and headed for Lisbon after our coach Jorge invited us to his place in Cascais.

From Vilamoura it is about a three-hour drive to the Portuguese capital. Halfway there, Jorge sends us a recommendation for a restaurant where we would meet him for lunch: Moinho Dom Quixote. We drive up and down some serpentines for a while, through beautiful nature, until at some point we are turning left and onto a gravel road in the middle of nowhere. „Jorge, where did you send us here?“ we ask ourselves. However, after a short while, a gate appears, behind which is a small car park, surrounded by cacti and flowers. Behind it, a narrow path leads around an old Portuguese mill – hence the name „Moinho“, then!

We follow the path and enter a beautiful garden with lots of different cute chairs and tables where people are happily chatting in Portuguese and English. The garden is a labyrinth of mosaic tables and wooden benches, small walls, flower pots and a hammock and to get to a sunny spot further back in the garden, we wind our way through. Here the tables become fewer and the plants more, and the garden merges into a steep, wildly overgrown slope. Behind it we are rewarded with a magnificent view onto beautiful beaches, in front of which the breaking waves shine in the sun.

We sit down and I just lean back, close my eyes and enjoy the warm sun. Up here there is a light breeze that makes the palm trees rustle around us. I could just sit here like this for hours…

A waitress asks us what we want to order and recommends the special of the day „orange-apple-aubergine juice“ as a refreshment. We look at each other in surprise, but are so overwhelmed by all the impressions and in a trying mood, that we simply agree.

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Balance

Wir sprechen immer von einer gesunden Work-Life-Balance. Aber ich finde, dass es im Leben noch so viel mehr gibt, das ausgeglichen sein sollte. In unserer Olympiakampagne, geht es eigentlich immer um Gleichgewicht.

Wir müssen die Balance schaffen bezüglich…

…intensivem Training und Erholung, um unser zentrales Nervensystem nicht zu überfordern, während wir unserem Körper immer noch genug Input für maximales Wachstum geben.

…Zeit im Training und Zeit zu Hause.

…Geld für die besten Trainer, die beste Ausrüstung usw. ausgeben, ohne dass uns das Geld ausgeht.

…unsere Ernährung.

…Zeit, in der wir 100%ig engagiert und diszipliniert sind, und Zeit, in der wir uns gehen lassen, damit wir das Beste aus allem herausholen, aber gleichzeitig nicht riskieren, auszubrennen.

…unser Gewicht und unseren Hebel und den Druck des Windes, um das Boot gerade zu halten.

…Zeit mit unseren Teamkollegen zu verbringen und Zeit ohne sie zu verbringen, um eine gesundes Teamklima zu behalten.

…in den sozialen Medien offen zu sein, um unsere Unterstützer an unserer Reise teilhaben zu lassen und gleichzeitig nicht zu viele Informationen an die Konkurrenz weiterzugeben 😉 .

…an unsere Grenzen gehen, ohne uns zu verletzen oder unser Equipment zu zerstören.

…eine positive und optimistische Einstellung zu haben und gleichzeitig unsere Erwartungen realistisch zu halten.

Vom Sport fürs Leben lernen

Wie ihr seht, ergibt sich das Gleichgewicht meistens wenn wir Risiken und Chancen managen. Dieser Soft Skill kann sich als sehr nützlich erweisen, wenn Sportler ihre sportliche Karriere beenden und in die Businesswelt gehen. Die meisten von uns schaffen es, während ihrer Sportkarriere ein Studium zu absolvieren, aber natürlich machen wir nicht in der Regelstudienzeit unseren Abschluss, wie „normale“ Studenten. Aber die Soft Skills, die wir während unserer Zeit in der Weltelite unserer Disziplinen erwerben, machen die „verlorene“ Zeit sicher wieder wett und verschaffen uns wahrscheinlich sogar eher einen Vorteil bei der Jobsuche.

English Version

We always talk about a healthy work life balance. But I find that there is so much more in life that needs to be balanced. Especially as an athlete campaigning for the Olympics, everything is about balance.

We have to balance…

…intense training and recovery to not overwhelm our central nervous system whilst still giving our bodies enough input for maximal growth.

…time training and time at home.

…spending money on the best coaches, the best gear etc. whilst not running out of funds.

…our diet.

…times of being 100% committed and disciplined and times of letting yourself loose so we get the most out of everything but at the same time don’t risk burning out.

…the weight and leverage of our bodies and the pressure of the wind in order to keep the boat flat.

…spending time with our teammates and spending time without them to maintain a healthy relationship

…being open on Social Media to let our supporters be part of our journey and not giving away too much info to the competition. 😉

…pushing to the limits but not injuring ourselves or breaking gear.

…being in a positive and optimistic mindset whilst also managing our expectations realistically.

Life lessons from the sport

As you can see, in most cases balance comes from managing risk and opportunity. This soft skill can be a really good asset when athletes move on from their sporting career and into the business world. Most of us manage to attend a university course during our sporting career but self-evidently we don’t complete our degrees in regular time, like “normal” students. But the soft skills we acquire during our time in the world’s elite of our disciplines surely make up for the time “lost” and probably even give us an advantage when trying to find a job.

Portugal Grand Prix 2021/2022 Round 1 (III)

Wir besprachen alles Nötige am Motorboot. Der 49er FX ist dann relativ sicher, man legt einfach einen Wing auf einem Schlauch ab und hält den Bug knapp im Wind. Das Boot ist dann so stabil, dass ich sogar schnell den Trimm an den Wanten ändern konnte, sodass wir gut für den starken Wind gerüstet waren.

Sobald man allerdings vom Motorboot weg ist, braucht das Boot vor allem eines, um stabil zu sein: Speed! Ein langsamer FX ist extrem schwierig aufrecht zu halten, wenn er langsam ist oder keine Strömung an Schwert und Ruder hat und so war es nicht verwunderlich bei den starken Böen, die nun reinkamen, dass wir mehrere Male kenterten. Die Ankündigung zum Start des 2. Tagesrennens war schon lange durch und bis wir endlich loskamen, waren wir schon echt spät dran und sehr weit weg von der Startlinie. So starteten wir eine Minute hinter allen anderen, schafften es aber im Laufe des Rennens zumindest ein Boot aufzuholen und den Rückstand zum Feld ordentlich zu verringern. Da viele andere Teams wegen Materialbruch, oder weil sie sich die Bedingungen nicht zugetraut hatten, reingefahren waren, landeten wir am Ende sogar noch auf Platz 13.

Im dritten Rennen war immernoch viel Wind, aber dieses Mal verpassten wir nicht den Start. Wir schafften es das ganze Rennen das Boot aufrecht zu halten und hielten die ganze Zeit einen Platz in den Top Ten, bis die letzte Halse vor dem Ziel etwas wackelig endete und wir kurz vor der Ziellinie kenterten. Leider wurden wir dadurch nur noch 11., trotzdem war es ein erfolgreicher Tag. Wir waren noch nicht oft in solchen Bedingungen gesegelt, aber hatten souverän gekämpft und uns gut geschlagen.

Ehe wir uns versahen, war auch schon der letzte Wettfahrttag da. Es war wieder ordentlich Wind und die Welle war deutlich schwieriger zu fahren als am Tag zuvor. So hatten wir auf dem Downwind ordentlich zu tun, um nicht mit dem Bug in die nächste Welle zu stechen und vorn über zu schlagen. Leider erwischte uns sowohl im ersten als auch im dritten Rennen des Tages jeweils eine Welle, bei der man echt nicht mehr viel machen konnte, um einen sogenannten „Nosedive“ zu verhindern. Während wir das Ganze im letzten Rennen noch irgendwie retten konnten (unser Coach hatte uns schon baden gesehen), kenterten wir leider im ersten Rennen. Mit 16, 12 und 14 hielten wir uns aber trotzdem noch auf dem 10. Platz im Gesamtklassement und waren damit für unsere erste richtige Regatta ziemlich zufrieden.

Ergebnisse gibt es hier.

English Version

We discussed everything necessary on the coachboat. With one wing on the tube of the rib, the 49er FX is relatively safe, just keep the bow close to the wind. The boat is so stable that I could even quickly change the trim on the shrouds, so we were set up equipped for the strong wind.

However, once away from the coachboat, a skiff needs one thing above all else to be stable: speed! A slow FX is extremely difficult to keep upright, especially when there is no flow on the centerboard and rudder, so with the strong gusts that were coming in, it was not surprising that we capsized several times. The start of the 2nd race of the day had already been announced a while ago and by the time we finally got going we were really late and very far from the starting line. So we started one minute behind everyone else, but managed to catch up at least one boat during the race and reduce the gap to the fleet quite a bit. Since a lot of other teams went in because of broken equipment or because they didn’t feel safe with the conditions, we even ended up in 13th place.

In the third race there was still a lot of wind, but this time we didn’t miss the start. We managed to keep the boat upright the whole race and held a place in the top ten the whole time, until the last gybe before the finish ended a bit shaky and we capsized just before the finish line. Unfortunately, this meant we only finished 11th, but it was still a successful day. We hadn’t sailed in such conditions often before but had fought confidently and done well.

Before we knew it, the last day of racing was here. There was strong wind again and the wave was much more difficult to ride than the day before. So we had a lot of work to do on the downwind to avoid pitchpoling into the next wave. Unfortunately, both in the first and the third race of the day, we were caught by a wave where there was really not much we could do to prevent a so-called „nose dive“. While we could somehow save the whole situation in the last race (our coach had already seen us swimming), we unfortunately capsized in the first race. With 16, 12 and 14 we were still on the 10th place in the overall ranking and were quite satisfied for our first proper regatta.

Results can be found here.

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Portugal Grand Prix 2021/2022 Round 1 (II)

Der zweite Wettfahrttag fing schonmal gut gelaunt an und unser Gekicher über die Botschaft auf unserem Baum hielt noch lange an, nachdem wir rausgefahren waren. Die Bedingunen waren ähnlich wie am ersten Tag.

Leider schafften wir es nicht gleich im ersten Rennen, unseren guten Start abzuhaken – eine unserer Trapezverstellungen hatte sich aus der Klemme gelöst – aber wir schafften es durch eine schnelle gute Wende zügig eine freie Lane zu finden und auf dem Streckbug Richtung Luvtonne zu fahren. Irgendwann konnten wir sogar abkassieren, kreuzten einmal das Feld und rundeten die Luvtonne als erste mit einem riesigen Abstand zum zweiten! Wahnsinn, was so ein freier Kopf bewirken kann, nicht wahr? Auf der zweiten Kreuz ließen die Schere zum zweitplatzierten Team dann leider deutlich aufgehen und fielen dadurch zurück. Auf dem Downwind wurde es dann nochmal etwas hektisch und durch ein paar Halsen zu viel beendeten wir das Rennen „nur“ noch auf dem 6. Platz. Trotzdem ein gutes Rennen!

Im zweiten Rennen konnten wir hinter das Ziel „Mind. ein guter Start“ dann auch ein Häkchen setzen. Und dank unserer lustigen Botschaft auf dem Baum und einem ironischen Kommentar meinerseits behielten wir auch im zweiten Rennen den Fokus. Mit gutem Speed und guter Taktik beendeten wir das Rennen sogar auf dem zweiten Platz!

Im Dritten Rennen war der Start so la la – wir schafften es nach dem Losfahren einfach nicht, das Boot ordentlich beschleunigen zu lassen, ohne zu viel Meter zum Boot nach Lee zu verlieren. Danach fanden wir einfach keine freie Lane auf der Kreuz und mit abnehmenden Wind, aber gleichbleibend kabbeliger Welle fühlte sich das Boot an als würde es ständig in der Welle feststecken – ein wirklich ekliges Gefühl. Aber zum Glück sind die Rennen im Fx nur 25 Minuten lang und so war die Quälerei dann auch schnell wieder vorbei.

Für den dritten Wettfahrttag waren bis zu 25kts in Böen vorhergesagt. Huiuiui… Aber als wir morgens im Hafen ankamen, war davon noch nichts zu spüren – schlappe 6-7kts, mehr nicht. Trotzdem ging unser Coach mit uns einmal durch, welche anderen Ziele wir für die Rennen haben würden, sollte doch noch so viel Wind kommen: Nicht kentern und nicht verletzen.

Im ersten Rennen des Tages waren die Bedingungen ähnlich wie die ersten beiden Tage. Wir führten wieder an der Luvtonne, dann fehlte es uns wieder etwas an Konstanz und Sicherheit auf dem Downwind, sodass wir einige Boote verloren, aber wir beendeten das Rennen trotzdem noch auf dem 6. Platz.

In der Pause zwischen dem ersten und zweiten Rennen kam dann der Druck…

Morgen geht’s weiter!

English Version

The second day of racing started in a good mood and our giggles about the message on our boom continued long after we went out. The conditions were similar to the first day. Unfortunately we didn’t manage to tickck off our good start right away in the first race – one of our trapeze adjustments had come out of the clamp – but we managed to find a free lane quickly with a quick good tack and were able to sail on the long tack towards the windward mark. At some point we were even able to cross the fleet and rounded the windward mark in first with a huge gap to the second! Amazing what a clear head can do, isn’t it? On the second upwind though unfortunately, we let the gap to the second team open up and lost one or two places. On the downwind it got a bit hectic again and due to a few too many gybes we finished the race „only“ on 6th place. Nevertheless, a good race!

In the second race we could put a tick off our goal „at least one good start“. And thanks to our funny message on the tree and an ironic comment from my side, we kept our focus. With good speed and good tactics we even finished the race in second place!

In the third race the start was so so – we just didn’t manage to let the boat accelerate properly after the start without losing too many meters to the boat to leeward. After that we just couldn’t find a clear lane and with decreasing wind but still choppy waves the boat felt really stuck – a nasty feeling. But luckily the races in the Fx are only 25 minutes long and so the torment was over soon.

For the third day of racing up to 25kts in gusts were predicted. But when we arrived at the harbour in the morning, there was no sign of it – only 6-7kts, nothing more. Nevertheless, our coach went through with us what other goals we would have for the races, should more wind come: Don’t capsize and don’t get hurt.

In the first race of the day, the conditions were similar to the first two days. We led again at the windward mark, then again lacked some consistency and confidence on the downwind, so we lost some places, but we still finished the race in 6th place.

In the break between the first and second race, the pressure came…

Hear more about it tomorrow.

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Portugal Grand Prix 2021/2022 Round 1 (I)

Vilamoura Sailing hat 2018 angefangen, im großen Stil mit zwei Regatten und guten Trainingsbedingungen, Segler in seine Marina zu locken. Mittlerweile ist der Hype um den kleinen Urlaubsort an der Algarve etwas abgeflaut – vor allem, da immer mehr Segler seit der ersten Coronawelle ihr Wintertraining auf den Kanaren verbringen – aber die Organisatoren bei Vilamoura Sailing sind nach wie vor hochmotiviert und heißen jeden Segler herzlich willkommen und das merkt man auch.

Wir haben uns dieses Jahr für Vilamoura als unsere Winterbase entschieden, nachdem es in Valencia nun gar keine anderen FX zum Trainieren gab, und als Neulinge in der Klasse schließt man sich was die Trainingsorte angeht, erstmal der Masse an, um dann Leute kennenzulernen. Dann schließt man sich erst Trainingsgruppen an und versucht später eine gute Trainingspartnerschaft mit einem anderen Team zu bekommen.

Die erste der beiden Regatten ist immer im Dezember, kurz vor Weihnachten und dauert 5 Tage, von denen an 4 gesegelt wird. Für uns würde es die erste richtige Regatta als Team sein. Vor der Regatta haben wir uns 5 Tage vorbereitet und haben versucht, alle Punkte, die wir mit JP in Valencia noch nicht erledigen konnten, die aber für die erste Regatta unumgänglich waren, abzuarbeiten. Das bedeutete, dass wir die Zeit vor allem dafür genutzt haben, um gegen die zahlreichen anderen FX Teams Trainingsrennen zu fahren. Dadurch konnten wir uns schonmal auf die Regattasituation einstellen und bekamen einen Eindruck davon, wie wir im Vergleich zu den anderen stehen. Vor und nach den Rennen arbeiteten wir jeweils gezielt an den Punkten, die uns dann noch fehlten, um in der Regatta dann konstant gute Performance in den Rennen zeigen zu können.

Es waren wieder lange Tage auf dem Wasser, aber sie haben sich definitiv gelohnt.

Am ersten Regattatag hatten wir Mittelwind mit Kabbelwelle. Mit einem 9. Platz starteten wir gar nicht mal so schlecht in die Wettfahrten, aber in Rennen 2 und 3 fehlte uns die Konstanz und Selbstbeherrschung, um fokussiert durch den Tag zu kommen. Auffällig waren auch die Starts, da waren wir immer etwas zu spät dran. Wir wussten, dass wir es besser machen können, aber es war auch der erste Tag unserer allerersten gemeinsamen Regatta und für Nadi die ersten Wettfahrten überhaupt im 49er Fx, also erinnerte uns unser Coach daran, dass wir nicht gleich alles perfekt können müssen. Wir wollten uns aber natürlich am nächsten Tag verbessern und legten einige Ziele fest, unter Anderem: Mindestens einen guten Start! Fokus darauf, das Boot immer schnell zu machen. Und lockere, entspannte Stimmung an Bord, auch falls es nicht so laufen sollte wie wir es von uns erwarteten. Dafür klebten wir ein Tape mit einer ganz besonderen Botschaft (die ich hier nicht zitieren möchte 😉) auf unseren Baum.

Nach einer intensiven Nachbesprechung gönnten wir uns zum Abendessen Sushi. Es stellte sich heraus, dass Nadi schon ein paar Tage etwas auf dem Herzen gehabt hatte und nun war endlich Ruhe und Zeit, dass sie es ansprechen mochte. Es stellte sich heraus, dass wir beide das gleiche Gefühl hatten und ziemlich schnell kamen wir auf den gleichen Schluss und entschieden, die ganze Sache noch an dem Abend zu klären, was wir dann auch taten. Dadurch konnte Nadi endlich wieder gut schlafen und hatte für den nächsten Tag wieder den Kopf frei, um voll zu performen. Und auch ich merkte, wie ich mich wieder besser konzentrieren konnte, obwohl mich das Gefühl nicht so sehr beschäftigt hatte, ich es tatsächlich erst wirklich bemerkt hatte, als Nadi anfing darüber zu sprechen. Aber diese Geschichte hat mal wieder gezeigt, wie stark wir zusammen im Team sind und wie wichtig es ist, dass wir unsere Stärke „Offene Kommunikation“ so oft wie möglich einsetzen.

Morgen geht’s weiter!

English Version

In 2018 Vilamoura Sailing started to attract sailors to its marina on a large scale with two regattas and good training conditions. Now the hype around the small holiday town at the Algarve has died down a bit – especially since more and more sailors have been spending their winter training in the Canaries since the first Corona wave – but the organizers at Vilamoura Sailing are still highly motivated and welcome every sailor warmly.

We chose Vilamoura as our winter base this year after there were no other FX to train with in Valencia, and as newcomers to the class, you first join the crowd in terms of training locations and then try to get to know people. You first join training groups and later try to get a good training partnership with another team.

The first of the two regattas is always in December, just before Christmas and lasts 5 days, 4 of which are race days. For us, it would be the first real regatta as a team. Before the regatta, we spent 5 days preparing, trying to work through all the things we hadn’t been able to work on during our last camp Valencia, but which are essential for the first regatta. This meant that we mainly used the time to do training races against the numerous other FX teams. This gave us a chance to adjust to the regatta situation and get an idea of how we compare to the others. Before and after the races we worked specifically on the points that we were still missing, in order to be able to show consistently good performance in the races.

Like in Valencia we had again long days on the water, but they were definitely worth it.

On the first day of the regatta we had medium wind with chop. With a 9th place we started into racing not bad at all, but in race 2 and 3 we lacked the consistency and self-control to get through the day focused. What was also noticeable, we were always a bit late at the starts. We knew we could do better, but it was also the first day of our very first regatta together and for Nadi the first races ever in the 49er Fx, so our coach reminded us that we should not be too hard on ourselves. But of course we wanted to improve the next day and set some goals: At least one good start! Focus on making the boat fast at all times. And a relaxed atmosphere on board, even if things didn’t go as we expected. To reinforce the latter, we stuck a tape on our boom with a very special message written on it (which I do not want to quote here 😉).

After an intense debrief, we treated ourselves to sushi for dinner. It turned out that Nadi had had something on her mind for a few days and now it was finally quiet enough and time for her to address it. It turned out that we both had the same feeling regarding this issue and pretty quickly we came to the same conclusion and decided to settle the whole thing that evening right away, which we did. So Nadi could finally sleep well again and had her head free for the next day to perform fully. I also noticed how I was able to concentrate better again, although the feeling hadn’t bothered me that much, in fact I hadn’t really noticed it until Nadi started talking about it. But this story showed once again how strong we are together as a team and how important it is that we use our strength „Open Communication“ as often as possible.

Hear more about it tomorrow!

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Tough sein, erwachsen sein, verletzlich sein

Olympisches Segeln ist hart. Es ist ein Hochleistungssport und jeder arbeitet viel und hart. Um an der Spitze zu stehen, muss man noch mehr und noch härter arbeiten. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Athleten irgendwann mal unter diesem Druck zusammenbrechen. Irgendwann hat man einfach keine Energie mehr, um seine kämpferische Einstellung beizubehalten, weiterzumachen, wenn es schwierig wird, seinen Segelpartner zu unterstützen und immer sein Bestes zu geben.

Heute ist mir das passiert. Es war der letzte Tag des Vilamoura Grand Prix, einer viertägigen Regatta. 12 Rennen, von denen 6 in Überlebensbedingungen stattfanden, bei denen ständig irgendwelche Boote kenterten – sogar die Teams, die die Regatta unter den Top 3 beendeten.

Nach der zweiten Wettfahrt hatte ich das Gefühl, dass ich es nicht mehr aushalten konnte – meine Arme, Schultern und mein Rücken taten weh, mein Verstand sagte mir, dass ich nicht meine Erwartungen erfüllte, und ich fühlte mich genervt von meiner Segelpartnerin, weil sie immer sagte: „Ich kann nicht!“, wenn ich sie nach den Halsen bat, schneller ins Trapez zu kommen – obwohl ich immer noch versuchte, alle meine Sachen hinzukriegen. Natürlich wusste ich tief in meinem Inneren, dass sie immer ihr Bestes gibt und genauso viel Grit hat wie ich – wenn nicht noch mehr – und immer die besten Absichten hat, wenn sie mir auf dem Wasser Feedback gibt. Und tief in meinem Innern verstand ich, dass sie mir nur sagen wollte, dass sie sich bei den verrückten Bedingungen, die wir hatten, nicht sicher fühlte, so schnell ins Trapez zu gehen. Was ja auch verständlich ist!

Aber in diesem Moment war all das Vertrauen, das ich normalerweise in sie habe, tief unter allem, was vor sich ging, begraben: Der Respekt vor den Bedingungen und dem 49er Fx, dieser wilden Bestie und der Erschöpfung und Müdigkeit, sowohl körperlich als auch mental. Dennoch gelang es mir, meine Emotionen weitestgehend für mich zu behalten, tief zu wühlen, um etwas von dem Vertrauen herauszulassen und bis zum letzten Rennen zu pushen.

Aber danach ging einfach nichts mehr. Wir haben uns nicht gestritten, aber wir hatten eine ziemlich intensive emotionale Diskussion, die damit endete, dass sie mir sagte, wenn ich ihr Verhalten auf dem Wasser nicht ertragen könne, müsse ich mir jemand anderen suchen. Whoa…. Zuerst dachte ich: „Also ich bin nicht diejenige, die vor 6 Monaten eine Vorschoterin gesucht hat…“ Ich hatte mein Segelleben voll geplant mit Projekten auf unterschiedlichen Kielbooten. Und tatsächlich hatte ich in den letzten Monaten schon noch ein wenig den Möglichkeiten nachgetrauert, die ich im Offshore-Segeln nicht mehr würde wahrnehmen können, nachdem ich mich zu einer Olympiakampagne in einem High Performance Skiff verpflichtet hatte.

Aber ziemlich schnell spürte ich nur noch Stolz. Ich bin so stolz darauf, wie sehr sie und ich uns in den letzten 5 Monaten persönlich weiterentwickelt haben. Als ich sie im Juni kennenlernte, hätte sie ihrer Vorschoterin nie gesagt, dass sie sich jemand anderen suchen soll. Sie hätte einfach alles hingenommen, was so passiert. Jetzt ist sie stärker als je zuvor und spricht über ihre Gefühle, und das macht uns als Team noch stärker. Mir ist auch klar geworden, dass wir auf unserer Reise und in unserer Beziehung als Segelpartner schon so weit gekommen sind, dass ich selbst jetzt, wo ich müde und erschöpft im Bootspark stehe und weine, mit riesigen Bauchschmerzen von der ganzen Anspannung auf dem Wasser und dem mentalen Wahnsinn, der vor sich geht, nicht aufgeben möchte.

Ja, olympisches Segeln ist hart. Nicht nur auf dem Wasser. Wir müssen ein Budget zusammenbekommen, um die Trainer, unsere und ihre Unterkünfte, Transporte, Ausrüstung und vieles mehr bezahlen zu können. Ich kann euch sagen, dass es momentan nicht einfach ist, Sponsoren zu finden. Und das Geld zu finden, um die Trainer zu bezahlen, von denen wir wissen, dass wir mit ihnen zusammenarbeiten müssen, um die Besten zu werden, war in den letzten Monaten unsere größte Sorge und ist es immer noch. Aber auf dem Wasser müssen wir all das vergessen, und uns einfach nur konzentrieren und Leistung bringen. Und genau das haben wir getan.

Also verzichte ich gerne auf ein paar Offshore-Regatten und nehme dieses harte Leben in Kauf, innerhalb von 3 Jahren die Beste zu werden, auch wenn man sagt, dass dies normalerweise mindestens 6 Jahre dauert. Zu hören, wie stolz unser Trainer auf unsere Entwicklung in dieser Woche ist und wie andere Trainer zu ihm kamen und ihm zu unserer Leistung gratulierten. Das Glück in Nadis Augen zu sehen und mein eigenes Glück zu spüren, wenn wir die Anspannung eines schwierigen Tages abschütteln oder wenn wir nach einem tollen Tag vom Wasser zurückkommen. Wenn ich sehe, welche Fortschritte wir nach nur 5 Monaten in dieser Kampagne bereits gemacht haben, nachdem wir praktisch bei null angefangen haben. Diese Momente sind es wert, dass wir schwierige Phasen wieder und wieder durchstehen. Dank der Arbeit, die wir mit unserem Mentaltrainer Markus Bauchrowitz schon geleistet haben, ist es mir sogar egal, ob andere Segler mich im Bootspark weinen sehen. Ich habe auf dem Wasser mein Bestes gegeben. Ich war erwachsen und tough bis zur letzten Minute der letzten Wettfahrt. Und wenn ich nach der Regatta einen emotionalen Zusammenbruch habe, zeigt das nur, wie viel Leidenschaft und wie viel von mir selbst ich in diesen Sport stecke, und ja, das kann gerne jeder wissen.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

English Version

Being tough, being mature, being vulnerable

Olympic Sailing is tough. It‘s a high performance environment and everybody works a lot. To be at the top you have to work even more and even harder. So it’s no surprise that at some point athletes break down under that pressure. At some point you just don’t have any energy left to keep up your gritty attitude of keeping going when the going gets tough, supporting your teammate and always giving it your best shot.

Today this happened to me. It was the last day of the Vilamoura Grand Prix, a four day regatta. 12 races of which 6 were held in survival conditions with boats capsizing everywhere – even the teams that finished the regatta in the Top 3.

After the second race toady I started to feel like I could not take it anymore – my arms, shoulders and back were hurting, my mind was telling me how I wasn’t performing to my expectations and I got really pissed at my teammate for saying “I cannot!” when I asked her to come out on the trapeze quicker after the gybes although I was still trying to make everything work. Of course, I knew deep down inside me that she always gives everything her best shot and is always just as gritty as me – if not grittier – and always has the best intentions when she’s giving me feedback on the water. And deep down inside me I understood that she just wanted to tell me that she was not feeling safe to go there with the crazy conditions we had.

But in that moment all that trust I normally have in her was buried deep below everything that was going on: The respect for the conditions and the 49er Fx, this wild beast and the exhaustion and tiredness both physically and mentally. Still I was able to keep my emotions inside me, dig deep to allow some of that trust coming out and kept pushing until the last race.

But after that I just simply fell apart. We didn’t start arguing but had quite an intense emotional discussion which ended with her telling me that if I cannot put up with her demeanour on the water I have to find somebody else. Whoa…. At first I thought, “well it’s not me who was searching for a Crew 6 months ago…” I had my sailing life sorted out with big boat projects. And actually those last months I had still been grieving a little bit about the opportunities I would not be able to pursue in Offshore sailing now that I had committed myself to an Olympic Campaign in a high performance dinghy.

But pretty quickly I felt only pride. I feel so proud how much she and I have developed our personalities in the last 5 months. When I met her in June she would have never told her crew that she should go and find someone else. She would have just put up with whatever was happening. Now she is stronger than ever and speaks up about her feelings and that makes us even stronger as a team. I also realized that we have already come this far in our journey and our sailing partner relationship that now, even standing there tired and exhausted, crying in the boat park with a huge belly ache from all the tension on the water and the mental madness that was going on, I don’t want to give this up. Yes, Olympic Sailing is tough. Not just on the water. We have to put together a budget to be able to pay coaches, our and their accommodation, transports, equipment and more. I can tell you it’s not easy to find sponsors these days and finding the money to pay the coaches we know we have to work with to become the best was our number 1 worry over the last months and still is. But on the water we have to forget about all that and simply focus and perform. And we did exactly that.

So I’ll happily sacrifice some Offshore regattas and put up with the tough life of becoming the best within 3 years even tough they say this usually takes at least 6 years. Hearing our coach talk about how proud he is of our development this week and how other coaches came to him and congratulated him for our performance. Seeing the happiness in Nadis eyes And feeling my own happiness when we shake off the tension from a difficult day or when we come in after a great day on the water. Realizing the progress we have already made only 5 months into this campaign, basically starting from zero. These rewards make it worth going through these tough phases again and again and again. Actually, thanks to the work we did with our mental coach Markus Bauchrowitz, I don’t even care about anymore if other sailors see me crying in the boatpark. I did my best on the water. I was mature and tough until the last minute of the last race and if I have an emotional breakdown after the regatta has finished, that just shows how much passion and how much of myself I put into this sport and hell yeah, everyone can know that!

Was es braucht, um Olympisches Gold zu gewinnen: 1. GRIT

In einer Olympiakampagne geht es um so viel mehr als nur die Segelinhalte. Auf meinem Weg zu den Olympischen Spielen 2024 werde ich mich auf einige persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten verlassen müssen. Viele davon haben Nadi und ich bereits, einige müssen wir noch entwickeln. Wenn sie in bestimmten Situationen während unserer Kampagne auftauchen, werde ich diese Gelegenheiten nutzen, um eine kleine Vorstellung über sie zu schreiben.

Heute beginne ich mit GRIT.

„Was ist Grit?“, wirst du dich jetzt vielleicht fragen. Grit ist nicht nur ein norddeutscher Vorname, sondern kommt aus dem Englischen „to grit your teeth“. Wenn du Grit hast (so wie Nadi und ich 😉), dann machst du weiter, auch wenn es schwierig wird, stehst nach Rückschlägen immer wieder auf und gehst die Extrameile, um dein Ziel zu erreichen.

Unser Coach sagt, dass ohne GRIT alle anderen Talente und Fähigkeiten (im Segeln) nichts wert sind. Das war also eines der ersten Dinge, auf die er uns während unseres ersten gemeinsamen Trainingslagers getestet hat. Wir haben den Test bestanden und er ist jetzt überzeugt, dass wir unsere Ziele tatsächlich erreichen können und will deshalb langfristig mit uns arbeiten!

Meine Laser Radial Trainerin hatte mir eigentlich schon oft gesagt, dass ich sehr viel GRIT habe. Aber mir war nie bewusst, was für eine großartige Stärke das ist. Heute bin ich unglaublich dankbar dafür, dass ich GRIT zu meinen Stärken zählen kann, denn das hat mich dazu gebracht, beim Segeln zu bleiben, auch wenn es schwer war oder wenn mein Weg mal nicht klar war.

Nun, wird man mit Grit geboren? Oder kann man GRIT lernen? Ich weiß es nicht genau. Auf jeden Fall braucht es Leidenschaft und/oder den großen Wunsch, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Wenn du mehr über dieses Thema erfahren möchtest, empfehle ich dir, GRIT von Angela Duckworth zu lesen oder dir ihren Ted Talk oder ihr Ted Talk Interview anzuhören.

Fällt dir jetzt eine Situation ein, in der du kürzlich deinen Grit gezeigt hast? Erzähl‘ mir gerne in den Kommentaren davon!

What it takes to win Olympic Gold: 1. GRIT

An Olympic Campaign is about so much more than sailing. On my journey to the Olympics 2024 I will have to rely on some certain personal qualities and skills. A lot of them Nadi and I already possess, some we still have to develop. As they pop up in certain situations during our campaign I will take these occasions as opportunities to write a little introduction on them.

Today we will start with GRIT.

„What is Grit?“, you might be asking yourself now. Grit is not only a North German first name, but comes from the English „to grit your teeth“. If you have grit (like Nadi and me 😉), you keep going even when things get tough, you always stand up again after setbacks and go the extra mile to reach your goal.

Our coach says without GRIT all your other sailing talent and skills are worth nothing. So this was one of the first things he tested us on during our first camp together. We passed the test and he is now convinced that we can indeed reach our goals and therefore wants to work with us longterm!

My Laser Radial coach actually always told me that I had a lot of GRIT. But I never realised what an awesome strength it is. Today I am very thankful for being a gritty person because it made me stick with sailing even when it was hard or when my path wasn’t clear.

Now, are people born with grit? Or can you learn to be gritty? I actually don’t know. For sure it takes passion and/or a huge desire to achieve a certain goal. If you want to dive more into this topic I would strongly recommend to read GRIT by Angela Duckworth or listen to her Ted Talk or her Ted Talk Interview.

Thinking of a recent situation where you showed your GRIT now? Tell me about it in the comments!

Ich muss erstmal gar nix!

Wir haben jetzt 10 Tage am Stück im Schnitt 4h pro Tag trainiert. 4 Tage wollen wir noch weiter durchziehen. 4h auf dem Wasser gehen oft vorbei wie im Flug. Aber das heißt nicht, dass das Training nicht anstrengend ist – emotional, mental und physisch.

Im Moment fühle ich mich manchmal wie ein pubertierender Teenager mit Stimmungsschwankungen. Die meiste Zeit bin ich professionell, ruhig und fokussiert und habe ein positives Mindset. Aber ab und zu, meistens wenn ich müde werde und hungrig bin, kippt meine Stimmung, mein positives Mindset wäscht die nächste Welle weg und plötzlich fühlt sich alles überwältigend, anstrengend und einfach nur schlecht an. Ich habe das Gefühl, die ganze Welt ist gegen mich.

Und dann trage ich nochmal richtig dick auf.

Denn ich weiß ja, dass dieses negative Gefühls- und Gedankenkarussel nicht gut ist für meine Performance. Also MUSS ich irgendwie einen Weg finden, damit umzugehen. Ich habe ja schließlich große Ziele.

Und dann verbringe ich die nächste Viertelstunde damit, verzweifelt mich selbst dazu zu bringen, das Gedankenkarussel zu stoppen.

STOP!

Ich muss erstmal gar nichts!

Auch wenn mein Ziel olympisches Gold ist. Auch wenn ich Profiseglerin werden will. Auch wenn ich ein Vorbild für andere sein möchte, die so einen Weg auch gehen möchten.

Ich darf mich auch mal kaputt fühlen. Ich darf auch mal genervt sein.
Ich darf auch mal einen emotionalen Ausbruch haben.
Negative Gefühle gehören auch dazu.

Verteufle dich nicht dafür sie zu haben.

Manchmal gibt es einfach nichts besseres, als Markus anzurufen und Klartext reden zu können. Und danach kann ich wieder mental mein Bestes geben. Und dann kann ich auch wieder solche Texte schreiben. 🙂

Markus sponsert uns mit seinem Coaching. Daher könnte man dies wohl als Werbung einstufen. Unabhängig von seiner Unterstützung würde ich sein Coaching aber trotzdem jederzeit weiterempfehlen.

English Version

I don’t have to do anything!

We are currently training in Valencia on the 49er Fx with a new coach and have now sailed 10 days in a row on average 4h per day. We want keep pushing for 4 more days. 4 hours on the water often fly by easily. But that doesn’t mean that the training isn’t exhausting – it is. Emotionally, mentally and physically. Right now, I sometimes feel like a pubescent teenager with mood swings. Most of the time I’m professional, calm, focused and have a positive mindset. But every now and then, usually when I get tired and hungry, my mood tips, my positive mindset is washed away by the next wave and suddenly everything feels overwhelming, exhausting and just plain bad. I feel like the whole world is against me.

And then it gets even better.

Because I know that this negative emotion and thought carousel is not good for my performance. So somehow I HAVE to find a way to deal with it. After all, I have big goals.

And then I spend the next fifteen minutes desperately trying to force myself to stop the mind carousel.

STOP!

I don’t have to do anything for now! Even if my goal is Olympic gold. Even if I aim to become a professional sailor. Even if I want to be a role model for others who also want to follow such a path.

I am allowed to feel broken sometimes. I am also allowed to be annoyed. I am also allowed to have an emotional outburst sometimes.

Negative feelings are part of it too. Don’t demonize yourself for having them.

Sometimes there’s just nothing better than calling my mental coach Markus and being able to talk straight. And after that I can mentally give my best again.

And then also, I can write texts like this again. 🙂

Markus is sponsoring us with his coaching. Therefore this could probably be categorised as advertising. Regardless of his support I would recommend his coaching to anybody anytime.

It’s okay to take a break.

Nur auf Englisch dieses Mal!

The past weeks I have been constantly sick. Nope, not Covid – I checked that. I caught a flu right after we celebrated our win at the Nations Trophy with Team Niramo.

Nevertheless I went straight into two days of training in Lake Garda, followed by our first two regatta days in the 49er Fx. The wind was not exactly light those days. Afterwards I actually had a couple of days off at home but to get there I travelled a total amount of 28 hours by car and train. I returned to lake Garda for another training camp still sniffing and coughing and recovering from that flu. We took that camp relatively easy but still sailed every day. I felt better every day and even got back into my physical training too.

After the camp we drove back to Munich from where I took my flight back to Palma to help get Niramo ready and deliver her to St. Tropez for the World Championship. As the navigator I felt quite a bit of pressure on myself as I was sort of responsible for the route and the timing. Since we were expecting some mistral that week (strong winds up to 35kts in the gulf of Lyon) and we didn’t want to expose the yacht to heavy weather just before the most important regatta od the season, our timing was crucial. In the end, with a little help from Max, Marcel and Sönke we managed to have a lovely delivery in glamour conditions (most of the way). We stopped in Badalona near Barcelona and avoided all winds above 17kts. Well, actually that first leg from Palma to Badalona was horrible – no wind and huge sea state which got me seasick for the first time in my life.

So I arrived in St. Tropez rather tired and worn out than super fit. But anyway I was looking forward to a great week of sailing with my favourite crew, lots of learning and was determined to bring on my navigator A-game every day. The week turned out to be a difficult one with super shifty and unsteady conditions but we worked well together as a team and I did learn heaps as I had never sailed in these shifty lake-like conditions as a navigator before.

To finish off the week and the season, Swan had organized a party for all the crews in a local bar/night club. With everyone having their green passes it was nearly like before Covid and felt super good. It also happened to be the night before my 22nd birthday. Being the social butterfly I am, I was happily chatting to loads of people from the different crews and made a lot of new friends. Bummer, I won’t see most of them again before March next year when the first Clubswan Event of 2022 will take place! We celebrated into my birthday, so it ended up being a short night. The next day was gonna be the last day of the event and the forecast wasn’t looking promising, so I guess it was okay to relax a bit and have a good night out after those busy weeks. It really was a lot of fun!

Actually the race committee managed to get one more race in the next day and the whole crew did an amazing job, keeping the concentration up, even with three start attempts (which we all nailed), finishing 3rd. Straight after the finish line we started dismantling all the race gear and putting Niramo back into delivery mode. Back at the dock the big packing up started but with 12 pairs of hands we were done quite quickly with everything. Then it was time to say goodbye. I am truly grateful having been given the opportunity to spend three regattas with Team Niramo and grow into the role of the navigator. The team really is very close and very special and I am looking forward to more of this!

The next day we all headed to Nice to catch our flights. I was going back to Munich and once again we were driving to Lake Garda. After a Monday of travelling we went straight back to business on Tuesday and started training with our coach Moritz Klingenberg.

Now this training camp is nearly over and I feel like time has been flying by very quickly. We have learned so much but also I am still fighting my running nose some mornings and am really tired and freezing when we come back from the water. I could really use some rest. To be honest, it’s about time I had a free day with sleeping in, pancakes for breakfast and doing nothing the rest of the day, except maybe a walk in the park and a dinner with my family.

Don’t get this wrong. I really don’t want to complain about my lifestyle. I love my life and I am thoroughly enjoying everyday and all the projects I am involved with. But it’s been quite full on the past weeks and I wanted to share these thoughts to show that it’s okay to feel tired and it’s okay to take a break. Especially when there is a lot to do. Most of my friends are just as busy as me. I guess that’s the society we live in.
To finish off my little update I am announcing that next week will be all for myself! I will spent some time with my family, I will see old friends and will make sure my body and mind get a proper rest so I can start the next training camp being 100% fit!

And maybe once I’ll get enough rest I will treat you to a more detailed report about the Clubswan World Championships. 😉

The Nations Trophy

Mein zweites Event in der Clubswan 50 war die Nations Trophy, wieder in Palma de Mallorca. Dieses Mal fühlte sich alles schon viel routinierter an: Ich kannte die Crew, den Yachtclub, in dem Niramo liegt, die Abläufe an Bord und meine Aufgaben. Eines war jedoch neu, wir würden mit einem anderen Taktiker als bei der Copa del Rey segeln.
Am ersten Tag zurück auf der Insel checkte ich den Computer und alle Displays und Instrumente, damit ich für unser Testsegeln am nächsten Tag bestmöglich vorbereitet war. Ansonsten gab es nicht viel zu tun, aber ich unterhielt mich mit einigen Seglern aus anderen Crews am Dock und knüpfte neue Kontakte, die sich später als sehr wichtig herausstellen würden. Aber dazu bald mehr!
Das Segeln am nächsten Tag war einfach nur schön. Wir hatten 10-12kts Seabreeze, Sonnenschein und etwas Welle. Da die Hälfte der Crew noch bei der Maxi WM in Porto Cervo war, und erst am Abend ankommen würde, konnten wir ohnehin nicht effektiv trainieren, testeten alle Systeme, Instrumente und ein paar Segel und genossen ansonsten einfach die Stunden auf dem Wasser. Solche Tage müssen auch mal sein.

Am ersten und zweiten offiziellen Trainingstag fehlte uns dann nur noch der Taktiker, und ohne Taktiker bzw. ohne einen Entscheidungsverantwortlichen ist es immer echt schwierig und chaotisch Starts und Rennen zu segeln. Also schlossen wir uns nicht den Trainingsrennen der Anderen an, sondern übten ein bisschen, das Boot aus langsamer Geschwindigkeit heraus auf Maximumspeed zu beschleunigen, machten ein paar Angleichschläge mit anderen Booten und perfektionierten unsere Wenden und Halsen. Dabei bekam ich auch die Gelegenheit, ein paar schöne Daten für die Kalibrierung des Wahren Windes zu sammeln und konnte mit meinen Resultaten aus der Auswertung dieser Daten gleich die Kalibrierung verbessern.
Abends hatte ich eine Verabredung mit Kerstin Zillmer vom Float Magazin und wir haben einen wirklich schönen Podcast aufgenommen. Danach gab es nur ein leichtes Abendessen, denn am nächsten Morgen würden wir uns alle offiziell wiegen lassen müssen. Und nachdem die gesamte Crew vorsichtshalber vorher schon einmal zum Test gewogen wurde, waren wir einige Kilos über dem maximalen Crewgewicht für die Clubswan 50. Also mussten alle über Nacht nochmal etwas abnehmen.

Am nächsten Morgen ging ich deswegen auch noch eine Runde joggen. Zum Frühstück gab es nur Kaffee und ein Glas Wasser – und den tagesaktuellen Wetterbericht. Es stand nicht nur das Wiegen, sondern auch der obligatorische Covid-19 Test an. Und um 12.00 liefen wir aus, um vor dem Practice Race um 14.00 noch ein paar Trainingsschläge zu fahren.
Die Zeit bis zum Auslaufen nutzte ich, um mich in Ruhe mit dem neuen Taktiker, Cameron, auszutauschen. Wenn man als Navigator mit einem neuen Taktiker arbeitet, sollte man vorher immer abklären, was derjenige hören will und wie man ihn am besten unterstützen kann. Denn von Taktiker zu Taktiker hat man immer mit leicht unterschiedlichen Arbeitsweisen zu tun. Camerons Ansätze waren tatsächlich auch etwas anders als die von Marc, unserem Taktiker bei der Copa del Rey. Und gerade als junge Navigatorin konnte ich aus diesem Gespräch wieder sehr viel mitnehmen und lernen.
Vor dem Practice Race gab es noch einen zusätzlichen Practice Start, den Cameron nutzte, um ein Gefühl für das Fleet und das Startverhalten der Klasse zu bekommen. Der tatsächliche Start zum Practice Race war dann ein Allgemeiner Rückruf, weil der Großteil des Fleets zum Zeitpunkt des Startsignals schon über der Linie war, aber da es trotzdem ein einigermaßen fairer Start war und wir ja „nur“ das Practice Race segelten, drehte keiner aus der Flotte um. Es war wettermäßig kein typischer Palma Tag. Der Wind war ein instabiler Gradient mit 12-16kts (und teilweise mehr) aus Ost. So hatten wir auf der ersten Startkreuz direkt einen großen Linksdreher und für den ersten Downwind und die zweite Kreuz eine Bahnänderung. Für mich als Navigator sind Bahnänderungen immer etwas stressig, weil ich den Kurs in meinem Computer dann natürlich auch anpassen muss und so eine richtig gute Technik hatte ich dafür noch nicht gefunden. Insgesamt arbeiteten wir aber als Crew sehr gut zusammen und konnten Camerons Game Plan gut umsetzen, sodass wir als zweite durchs Ziel fuhren.

Nach dem Zieldurchgang überraschte ich Cameron noch damit, dass ich, die „young lady“, mit der er die Woche arbeiten würde, mit 21 Jahren für einen Navigator wirklich noch sehr jung war. Solche Momente sind immer sehr beruhigend für mich, da ich dann merke, dass ich wirklich noch Zeit habe, all die unterschiedlichen Fähigkeiten, die man als Navigator abdecken muss, zu erlernen. Denn manchmal erscheint mir das wie eine Mammut-Aufgabe, wahrscheinlich könnte man mit allem, über das du als Navigator Bescheid wissen musst, ein komplettes Bachelor Studium füllen.
Umso dankbarer bin ich, gleich am Anfang meiner Karriere so viele aufgeschlossene Profi-Segler kennenzulernen.

Der erste Wettfahrttag würde tricky werden. Unser lokaler Wetterfrosch war sich selbst nicht so richtig sicher und so stellten wir uns gleich darauf ein, dass wir nicht pünktlich um 12 Uhr starten würden.
Tatsächlich drehte der Wind den ganzen Tag immer wieder um bis zu 90 Grad und fiel ständig unter 6kts (das minimale Windlimit für Clubswan 50 Regatten), sodass die Wettfahrtleitung uns schließlich wieder in den Hafen schickte, ohne dass wir einen einzigen Start versucht hätten.

Den zweiten Wettfahrttag werden wir wohl alle nicht vergessen, obwohl wir ihn gerne vergessen würden. Im Start des ersten Rennens hatten wir eine Kollision mit einem anderen Boot. Im Vergleich zu den anderen kamen wir noch glimpflich davon. Wir hatten Glück im Unglück, denn Niramo war nicht zu sehr beschädigt worden, und das andere Team bekam eine rote Flagge für den Vorfall, sodass wir zwar verspätet und geschockt, aber immerhin mit einer Chance das Rennen noch starten konnten. Trotz halb abgebrochenem Seezaun an Steuerbord, wodurch wir auf Backbordbug nicht voll auf der hohen Kante „hiken“ konnten, schafften wir es, das Rennen als 4. zu beenden. Puhhhh!

Kurz nach dem Zieleinlauf brach der südwestliche Wind zusammen und drehte nochmal 90 Grad nach rechts.

Nach 15-30min Warten etablierte sich nochmal eine leichte Nordbrise, in der wir das zweite Rennen starteten. Wir schafften es, den perfekten Start auf die Linie zu zaubern, nur, dass leider am Start unser Gennakerbaum minimal über die Linie ragte und vom Pinnend aus zu sehen war. Bis die Wettfahrtleitung unsere Bugnummer durchgesagt hatte, und wir Klarheit darüber hatten, dass wir als Frühstarter eingestuft wurden, dauerte es eine gefühlte halbe Ewigkeit und bis wir uns aus dem kleinen Päckchen aus Booten um uns herum befreien und umdrehen konnten, um uns zu bereinigen, hatten wir schon ordentlich Meter auf die Boote, die nicht umdrehen mussten, verloren. In der immer weiter abnehmenden Brise versuchten wir noch Plätze wieder gut zu machen, aber am Ende hatten wir so wenig Wind, dass ich mich nicht einmal mehr traute, die Split Times zum Ziel anzusagen, weil die einfach nicht weniger wurden und diese Info dann nicht unbedingt motivierend für die Crew war. Wir schafften es zumindest, das Rennen noch im Zeitlimit zu beenden und stellten uns für den Fall der Fälle schonmal darauf ein, zeitnah in ein drittes Tagesrennen zu starten, aber die Windverhältnisse machten nicht den Eindruck, dass noch ein Rennen möglich gewesen wäre, also wars das für den Tag. Wir waren natürlich alle sehr enttäuscht. Dazu kam noch, dass es ein langer Abend werden würde, weil wir zusehen mussten, dass Niramo für die verbleibenden Renntage in Ordnung ist.

Aber die nächsten Tage zeigten, dass wir als Crew durchaus in der Lage waren, den schlechten Start in die Regatta zu überwinden und abzuhaken. Wir nahmen uns alle zusammen, griffen die letzten beiden Tage nochmal an und versuchten das Beste aus den übrigen Rennen zu machen.

Am vorletzten Tag segelten wir einen 6. und einen 2. Platz.

Am letzten Tag segelten wir im ersten Rennen einen 2. Platz und befanden uns plötzlich in der Position, um den 2. Platz im Gesamtklassement zu kämpfen! Dann segelten wir im zweiten Tagesrennen noch einen 2. Platz und waren nicht nur zweite im Gesamtklassement, sondern führten die Wertung an! Im dritten Rennen ging es dann darum, genug Punkte Abstand zu unseren Verfolgern zu behalten. Es wurde nicht unser bestes Rennen, am Gate waren wir sogar fast letzte, aber ein starkes Come back in der zweiten Runde des Rennens brachte uns zurück auf den 6. Platz. Ob das punktmäßig reichte, um den ersten Platz zu halten?

Als wir durchs Ziel fuhren, war sich keiner von uns sicher. Daher musste das Presseboot, welches uns seit dem Zieldurchgang verfolgte, etwas auf die heiß begehrten Siegerfotos warten. Schließlich reichten sie uns eine Flasche Champagner und die „Eventwinner“ – Flagge an Bord und von da an war klar, wir hatten das Unglaubliche geschafft! Von einem Rennen mit Crash und dem letzten Platz im zweiten Rennen zum Regattasieg. Solche Geschichten schreibt nur der Segelsport. Wir hatten keines der Einzelrennen gewonnen, aber über Konstanz und Team Spirit die wenigsten Punkte gesammelt. Am Ende hat es um einen Punkt gereicht. Was für ein grandioses Gefühl!

English Version

My second event in the Clubswan 50 was the Nations Trophy, again in Palma de Mallorca. This time everything already felt much more familiar: I knew the crew, the yacht club where Niramo is moored, the procedures on board and my tasks. One thing was new though, we would be sailing with a different tactician than at the Copa del Rey.
The first day back on the island I checked the computer and all the displays and instruments so I would be as prepared as possible for our test sail the next day. Other than that, there wasn’t much to do, but I chatted with some sailors from other crews on the dock and made new contacts that would later prove to be very important. But more on that soon!
Sailing the next day was just beautiful. We had 10-12kts of seabreeze, sunshine and some waves. Since half of the crew was still at the Maxi Worlds in Porto Cervo, and would not arrive until the evening, we could not train effectively anyway, tested all systems, instruments and a few sails and otherwise just enjoyed the hours on the water. Sometimes yout just need a day like this.. 

On the first and second official training day we were only missing the tactician, but without a tactician or a dedicated decision maker it is always really difficult and chaotic to sail starts and races. So we didn’t join the training races of the others, but practiced by ourselves to accelerate the boat from slow speed to maximum speed, did a few speed tests with other boats and perfected our tacks and gybes. I also got the opportunity to collect some nice data for the True Wind calibration and was able to improve the calibration right away with my results from analyzing this data.
In the evening I had an appointment with Kerstin Zillmer from Float Magazine and we recorded a really nice podcast. Afterwards I only had a light dinner, because the next morning we would all have to get officially weighed. And after the entire crew had been weighed beforehand as a precautionary test, we were a few kilos over the maximum crew weight for the Clubswan 50. So everyone had to lose some more weight overnight.

The next morning I went for a jog. For breakfast, there was only coffee and a glass of water – and the daily weather report. For that day, not only the weigh in, but also the obligatory Covid-19 test was on the agenda. And at 12.00 we would leave the harbour to do some training beats before the Practice Race at 14.00.
I used the time until we would leave the dock to have a quick chat with Cameron, the new tactician. As a navigator, when you work with a new tactician, you should always clarify beforehand what they want to hear and how you can best support them. That’s because every tactician usually wants to hear everything a little different. Cameron’s approaches were indeed somewhat different from those of Marc. And especially as a young navigator, I was able to take away and learn a lot from this conversation.

Before the Practice Race there was an additional Practice Start, which Cameron used to get a feel for the fleet and the starting behavior of the class. The actual start of the Practice Race was a general recall because most of the fleet was over the line at the time of the start signal, but since it was still a reasonably fair start and we were „only“ sailing the Practice Race, no one from the fleet turned around. It was not a typical Palma day weather-wise. The wind was an unstable gradient with 12-16kts (and sometimes more) from the east. We had a big left shift directly on the first upwind and a course change for the first downwind and the second upwind. For me as a navigator, course changes are always a bit stressful, because I have to adjust the course in my computer aswell, and I had not yet found a really good technique for this.
Overall, we worked very well together as a crew and were able to execute Cameron’s game plan well, so that we crossed the finish line in second place.

After crossing the finish line, I surprised Cameron by telling him that I, the „young lady“ he would be working with for the week, was indeed very young for a navigator being only 21years old. Moments like that are always very reassuring for me, because then I realize that I really still have time to learn all the different skills that you have to cover as a navigator. Sometimes it seems like a mammoth task to me, you could probably fill an entire bachelor’s studies with everything you need to know as a navigator. So I am all the more grateful to have met so many open-minded professional sailors right at the beginning of my career.

The first day of racing would be tricky. Our local weatherman wasn’t even really sure himself, so we prepared ourselves for some postponement.
In fact, the wind kept shifting up to 90 degrees all day and kept dropping below 6kts (the minimum wind limit for Clubswan 50 races) occasionally, so the race committee eventually sent us back to the harbour without us attempting even a single start.

The second day of racing was a day that I don’t think any of us will forget. In the start of the first race we had a collision with another boat. Compared to the others, we got off lightly. We were lucky because Niramo was not damaged too much and the other team got a red flag for the incident. So at least we could still start the race, tough being shocked and having started way behind the fleet, we at least had a chance. Despite a half-broken sea fence on the port side of the boat, which meant we couldn’t fully hike on starbord, we managed to finish the race in 4th place. Puhhhh!

Shortly after the finish, the southwesterly wind died and shifted 90 degrees to the right. After 15-30min of waiting, a light northerly breeze established, in which we started the second race. We managed to conjure up the perfect start, except that unfortunately at the gun our gennaker pole was protruding minimally over the line and could be seen from the pin end. For the race committee to announce our bow number and give us clarity that we were indeed over, it took what felt like half an eternity and by the time we could get out from the small pack of boats around us and turn to clear, we had already lost a decent amount of meters to the boats that didn’t have to turn around. In the ever decreasing breeze we tried to make up places, but in the end we had so little wind that I didn’t even dare to call the split times to the finish, because they just didn’t decrease and this info was not necessarily motivating for the crew. At least we managed to finish the race within the time limit and prepared to start a third race of the day just in case, but the wind conditions didn’t give the impression that another race would have been possible, so that was it for the day.
We were all very disappointed, of course. On top of that, it was going to be a long evening because we had to make sure that Niramo was okay for the remaining days of racing.

But the next few days showed that we as a crew were quite capable of shaking off the bad start to the regatta. We all pulled ourselves together, attacked the last two days and tried to make the best of the remaining races.
On the second last day we sailed a 6th and a 2nd place. On the last day we sailed a 2nd place in the first race and suddenly found ourselves in position to sail for 2nd place overall! Then we secured another 2nd place in the second race of the day and were not only second overall, but leading the standings! In the third race it was all about keeping enough points distance to our chasers. It didn’t turn out to be our best race, at the gate we were even almost last, but a strong come back in the second lap of the race brought us back to 6th place. Was that enough points-wise to hold on to first place?

As we crossed the finish line, none of us were sure. So the press boat, which had been following us since we crossed the finish line, had to wait a bit for the much-wanted winner’s photos. Finally they handed us a bottle of champagne and the „event winner“ flag on board so it was clear we had done the unbelievable! From a race with a crash and the last place in the second race to winning the regatta. Such stories are only made by the sport of sailing. We had not won any of the individual races, but had collected the fewest points via consistency and team spirit. In the end it was enough by one point. What a great feeling! What a great crew to race with and what an achievement!