How hard is hard enough? And what’s too much?

Four intense weeks of training in Australia just came to an end. During the week I had five days of very productive Laser Training with a 2 ½ to 4hrs session a day, then on Saturdays I usually jumped on a VXone to get some racing in a fast boat in and sundays would be off. Around that I tried to keep up with my boyfriends fitness training load, meaning strength training on monday, wednesday and friday morning, an endurance session on tuesday, thursday and sunday morning and occasionally a half an hour hiking session on the bench in the afternoon. Since I didn’t have personal training coverage this season I put together a fitness plan by myself, inspired by the stuff my boyfriend was doing and tips from teammates and coaches from back home in Germany.

To some athletes this might not sound a lot and with a good thoughtful smart training plan I certainly have done an even more demanding training load in the past but without any outside feedback the only thing you can do is push as hard as you can and hope it is enough. Really? Well the first one or two weeks that was exactly what I was doing. But one day I woke up with headache. I felt sick when going on the water and my maximum demanding load before frustration shrank a lot so I found myself crying on the water for not really a reason, just being exhausted.

But this taught me a lot. I realized I really need to adjust my training program depending on how hard the training on the water had been. Plus this year I was trying to reduce my weight since I’ve always had been 1-2 kg over the optimal weight for the Radial. So I had restricted myself to only eat from 8.30am to 8.30pm and reduced my carbohydrate intake including not eating any carbs for dinner at all. With the daily strength and conditioning training in the morning BEFORE breakfast I really put my body in a state of energy deficiency – no wonder I got headaches and felt sick!

So I started eating some carbs and proteins before each training session, ate a little bit more what I wanted and what my appetite was telling me and skipped a heavy strength session here and there and substituted it with a yoga class. I’m not on optimal weight anymore but I felt much better on the water and had a very efficient energy availability. My performance on the water improved a lot and I didn’t get frustrated at all. I was able to objectively reflect on what I was doing well and what not and I improved my strengths aswell as my weaknesses. 

Now I’m back in Europe. After a short stop at home I will head to Split to go straight into the preparations for the U21 world championship. I had an amazing time in Australia meeting so many warm-hearted people who welcomed me again in their country and I’m really looking forward to coming back in winter!

Riverfire in Brisbane

Deutsche Version:

Vier intensive Wochen Training in Australien liegen hinter mir. Unter der Woche verbrachte ich 5 Tage mit 2 ½ bis 4 Stunden Wassertraining, samstags durfte ich auf einer VXone aushelfen und sammelte ein bisschen Regattaerfahrung in schnellen Booten (an einem Tag knackten wir 23kts Bootsspeed) und Sonntag war für gewöhnlich frei. Als Unterstützung dazu versuchte ich mit dem Athletik-Trainingsumfang meines Freundes mitzuhalten (der Laser Standard segelt), was bedeutete Montag-, Mittwoch- und Freitagmorgen Krafttraining, Dienstag-, Donnerstag- und Sonntagmorgen eine Ausdauereinheit und ab und zu eine halbe Stunde auf der Hängebank am Abend. Da ich dieses Jahr nicht wirklich einen Fitnesstrainer hatte, stellte ich mein Fitnessprogramm mit Tipps von meinem Freund und von Freunden und Trainern zu Hause in Deutschland zusammen.

Manch einem Athleten mag das Pensum nicht viel erscheinen und mit einem schlauen, etwas mehr durchdachten und angepassten Trainingsplan von jemandem, der dieses Fachgebiet wirklich studiert hat, habe ich auch schon deutlich härtere Trainingsprogramme durchziehen können, aber ohne jegliches Feedback von außen kannst du dich nur so hart es geht anstrengen und hoffen, dass das genug ist. Oder? Ich tat genau das für die ersten zwei Wochen in Australien und wachte eines Tages mit Kopfschmerzen auf. Mir war auf dem Wasser schlecht und meine Frustrationsschwelle im Training sank gewaltig, sodass ein 1 1/2stündiges Kreuzen nicht selten, ohne einen anderen Grund als der Erschöpfung, gelegentlich von Tränen begleitet wurde.

Doch das Ganze hat mich einiges gelehrt. Mir war klar, dass ich mein Trainingsprogramm ernsthaft anpassen musste, wenn die Segeleinheit am Tag vorher ungewöhnlich hart gewesen war oder ich mich nicht 100% topfit fühlte. Was noch dazu kam war, dass ich diese Saison wiederholt versucht habe, mein Gewicht zu reduzieren, da ich, wenn ich nicht speziell darauf achte, 1-2kg über dem Optimalgewicht für den Laser Radial bin. Also hatte ich mir vorgenommen, nur von 8.30-20.30 Uhr zu essen und meine Kalorien und Kohlenhydrate zu reduzieren, bzw. überhaupt keine Kohlenhydrate am Abend zu essen. Durch das tägliche Athletiktraining morgens VOR dem Frühstück entwickelte ich ein Energiedefizit – kein Wunder, dass mir schlecht war.

Also fing ich an, ein paar Kohlenhydrate und Proteine vor jeder Trainingseinheit zu essen, mehr auf mein Hunger- bzw. Apetitgefühl zu hören und meinem Körper das zu geben, was er wollte bzw. brauchte und ließ hier und da eine harte Krafttrainingseinheit aus und ersetzte sie mit etwas Yoga. Ich habe nun kein optimales Gewicht, aber ich fühlte mich auf dem Wasser gut und hatte genug Energie. Meine Leistung auf dem Wasser verbesserte sich signifikant und ich hatte wieder eine deutlich höhere Frustrationsschwelle. Ich war wieder in der Lage objektiv zu reflektieren, was auf dem Wasser geschah und meine seglerische Leistung auszuwerten.

Jetzt bin ich zurück in Europa, um meine Familie zu sehen und etwas Zeit zu Hause zu verbringen, bevor es dann auch schon zur U21 WM nach Split geht. Ich hatte eine unglaublich tolle Zeit in Australien und habe viele sehr herzliche Menschen kennengelernt, die mich wieder mit offenen Armen in ihrem Land willkommen geheißen haben. Ich kann es jetzt schon wieder kaum erwarten, im Winter wieder hinzufliegen.

You cannot bet on another horse halfway into the game

The U21 European Championship 2019 concluded Tuesday. My biggest accomplishment this week was probably organizing the Sailors’ Afterparty last night – no I‘m kidding – but other than only one 7th place that I have on the scoreboard there was no other results that somehow matched with the expectations that I had for this event. I had better starts and more of them than in any other regatta this year, good speed – especially downwind – and always an idea of where to go.

But somehow in most races I ended up somewhere in the big crowd on the first upwind and stuffed it up just before the top mark which left me chasing the pack for the rest of the race. Despite these quite frustrating upwinds I always had loads of fun surfing down the waves on the downwind and the reach. Especially I enjoyed being in clear air and having lots of space for executing my downwind technique in race 8 when I was battling it out with the top ten.

However, probably my biggest learning this week was that I really should practice trusting my intuition. Too many times I finished way too far behind the sailors that did exactly what was my plan for the race. Too many times I tacked out too early even though where I had been was a good position to go on. And too many times I became hectic about what other sailors on the other side of the course where doing or inpatient about no action.

I’m super disappointed with this regatta but that’s no excuse for sticking my head in the sand. So with a few days distance next week I will go into evaluation and work out a plan for my upcoming training period in Australia!

Deutsche Version

„Du kannst nicht auf ein anderes Pferd setzen, wenn das Rennen bereits in vollem Gange ist“

Die U21 Europameisterschaft 2019 ging am Dienstag zu Ende. Meine größte Leistung in dieser Woche war vermutlich das Organisieren der Seglerparty am Ende – nein, aber im Ernst – abgesehen von einem 7. Platz hatte ich keine Ergebnisse in der Wertung, welche irgendwie meinen Erwartungen für diese Regatta entsprachen. Ich hatte bessere Starts und mehr von ihnen als bei irgendeiner anderen Regatta in diesem Jahr, gute Geschwindigkeit – besonders auf Vorwind – und immer eine Idee, welche Seite der Kreuz bevorteilt sein würde.

Aber irgendwie schaffte ich es in den meisten Rennen in einem großen Pulk zu landen und kurz vor der Luvtonne nochmal einen Haufen an Plätzen zu verlieren, sodass ich den Rest des Rennens mit Aufholen beschäftigt war.

Obwohl das echt unglaublich frustrierend war, hatte ich riesigen Spaß auf Vorwind und Halbwind die Wellen zu surfen. Besonders im 8. Rennen, in dem ich die ganze Zeit über in den Top 10 segelte, war es unglaublich schön viel Platz zu haben, um ungehindert meine Vorwindtechnik zu fahren.

Wie auch immer, meine wichtigste Erkenntnis der Veranstaltung, ist dass ich unbedingt mein Vertrauen in meine Intuition trainieren muss. Viel zu oft fuhr ich weit hinter den Führenden durchs Ziel, welche aber genau dort lang gefahren waren, wo es mein Plan vorgesehen hatte. Viel zu oft wendete ich zu früh aus einer Situation raus, die eigentlich gut gewesen wäre. Und viel zu oft wurde ich hektisch durch das, was auf der anderen Seite der Kreuz passierte oder ungeduldig, weil um mich herum nichts passierte.

Ich bin riesig enttäuscht von dieser Regatta, aber das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr werde ich mit ein paar Tagen Abstand nächste Woche in die detaillierte Auswertung gehen und meine Trainingsschwerpunkte für die nächste Trainingsperiode in Australien festlegen.

Everything ready in Dziwnów

The last two weeks I’ve been in the final preparations for my first peak event this year – the U21 European Championship in Poland. After some training in Kiel we moved into our little cottage alias „The Finnish Sauna“ and did our best to get to know the competition’s venue.

With three different wind directions in the training only one type of conditions is left – north easterly winds which are forecasted for tomorrow, the first day of racing.

All preparations are done, the measurement went well and I feel fit and ready for the races. Let’s do this!

PS: If you wanna find me on pictures or the results, my new sailnumber is 211543!

Deutsche Version

In den letzten zwei Wochen standen die finalen Vorbereitungen auf meinen ersten Höhepunkt in diesem Jahr an – die U21 Europameisterschaft in Polen. Nach etwas Training in Kiel zogen wir in unsere kleine Hütte alias „Die Finnische Sauna“ ein und gaben unser Bestes, die verschiedenen Bedingungen auf dem Segelrevier hier kennenzulernen.

Mit drei verschiedenen Windrichtungen, die wir im Training hatten, bleibt nur eine übrig, die wir noch nicht kennen – nämlich nordöstlichen Wind, die für morgen, den ersten Regattatag vorhergesagt sind.

Alle Vorbereitungen sind getan, mein Boot ist super in schuss, die Vermessung ging problemlos über die Bühne und ich fühle mich fit und bereit für die Rennen. Auf geht’s!

PS: Falls ihr mich auf Fotos oder den Ergebnissen nicht findet, meine neue Segelnummer ist 211543!

Wichtig für alle Lasersegler!!!

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, gibt es im Moment eine Abstimmung der Internationalen Laser Klassenvereinigung (ILCA), über eine Änderung der Klassenregeln. Die Änderung betrifft die Definition der lizensierten Laser Bootsbauer.

Bis jetzt beinhaltet diese die Bedingung, dass ein lizensierter Bootsbauer auch in Besitz des Warenzeichens für das jeweilige Gebiet sein muss. Im Moment trifft das auf den Australischen Bootsbauer für Australien und Ozeanien, den Japanischen Bootsbauer für Japan und Korea und Laser Performance für den Rest der Welt zu.

Seit einiger Zeit gibt es die FRAND-Bestimmungen (fair=gerecht, reasonable=nachvollziehbar and non discriminatory= und nicht diskriminierend) von World Sailing, denen die Laserklasse bis 1.8.2019 entsprechen muss, damit der Laser als Olympische Klasse bestätigt wird. Entgegen dieser Bestimmungen besteht jedoch aktuell eine Monopol-Situation dadurch, dass es fortbestehend nur drei Bootsbauer geben wird (und nur ein Bootsbauer pro Gebiet), es sei denn die drei Bootsbauer einigen sich untereinander auf eine Situation, in der Bootsbauer, die kein Warenzeichen für ein Gebiet besitzen, gegen eine Lizenzgebühr an die momentanen Bootsbauer auch die Erlaubnis hätten, den Klassenregeln konforme Boote unter dem Namen „Laser“ zu bauen und zu verkaufen.

Die Verhandlungen dazu laufen, und der EurILCA zufolge laufen Sie auch gut, jedoch sind es nur noch ca. 2 Wochen bis alle Parteien eine Einigung unterschrieben haben müssen.

Um zu verhindern, dass der Laser aus dem olympischen Programm fliegt, falls es bis zum 1.8. nicht zu einer vertraglichen Einigung kommt, lässt die ILCA nun abstimmen.

Abstimmen kann man bis zum 30.7.2019 unter diesem Link http://www.laserinternational.org/blog/2019/07/01/voting-now-open-for-proposed-2019-ilca-rule-change/.

Wenn die neue Regeländerung durchkommt, also mit 2/3 für „Yes“ gestimmt wird, haben wir einen Plan B, und neue Bootsbauer könnten, auch ohne Einigung der jetzigen großen drei, Boote herstellen – unter einem anderen Namen – aber Dank der Änderung der Klassenregeln wären diese Boote genauso legal für alle Laser-Regatten wie die „echten“ Laser. So würde der Laser in jedem Fall olympisch bleiben!

Dieses Prinzip kennen wir aus dem Opti, wo es auch verschiedene Bootsbauer gibt, man also z.B einen Far East, XSP oder Winner kaufen kann und mit allen drei Marken Optimist Regatten segeln darf.

Weil die Abstimmung erst einen Tag vor dem Stichtag von World Sailing endet, stellen einige ihre Rechtsgültigkeit und Glaubwürdigkeit in Frage. Aber wäre die Abstimmung letztendlich doch nicht gültig, hätte die ILCA sich sicher nicht die Mühe gemacht, eine Abstimmung einzuberufen.

Zwar wird auch behauptet, dass die ILCA mit der Abstimmung nur die laufenden Verhandlungen sabotieren möchte, aber mal ganz ehrlich: Würdest du eher deiner Klassenvereinigung, einer Non-Profit-Organisation mit gewählten Repräsentanten vertrauen oder darauf, dass eine Firma, die unser Equipment jahrelang überteuert verkauft hat, sich darauf einlässt, seine Rechte an dem Warenzeichen zu teilen, dass ihnen so viel Profit eingebracht hat?

Meine einzig logische Schlussfolgerung ist hier, unserer Klassenvereinigung zu vertrauen, dass sie ihre non profitable Aufgabe erledigt, genauso wie man von Laser Performance erwarten kann, dass sie in ihrem eigenen wirtschaftlichen Interesse handeln.

Die Abstimmung wurde jetzt erst online gestellt, weil die ILCA auf der Masters Europameisterschaft in Roses vom 14.-20.6. schonmal Informationen herausgeben wollte, um für Verständnis zu sorgen und auch den 260 Masters Seglern Zugang zu den Informationen zu geben, die vielleicht nicht so viel auf Social Media unterwegs sind. Außerdem waren dort sicher einige Vorstandsmitglieder verschiedenster nationaler Klassenvereinigungen vor Ort, wie auch unsere 1. Vorsitzende Alexandra Behrens, die Informationen an die Segler in ihrem Land weitergeben können. Denn natürlich ist es im Interesse der ILCA, dass die Segler mit YES stimmen und die Regeländerung annehmen, sonst hätten sie, wie gesagt, sich sicher nicht die Arbeit gemacht.

Ich hoffe, meine Erklärungen bringen etwas Licht ins Dunkel. Natürlich ist der Text nicht komplett objektiv – ich habe großes Eigeninteresse daran, dass der Laser olympisch bleibt, und habe daher mit YES gestimmt. Ich habe den Text aber vor allem geschrieben, weil es, wie ich finde, sehr schwierig ist, einen Überblick zu bekommen zwischen all den (größtenteils in Englisch verfassten!) Pressemitteilungen, Facebook-Posts, Emails und Kommentaren.

Hier noch eine Übersetzung der Regeländerung, denn ich habe bisher überall nur die englische Version gesehen:

Definition „Bootsbauer“

Ein „Bootsbauer“ ist ein Hersteller, der die Rechte hat, ein Laser Warenzeichen zu benutzen, und der Rumpf, Zubehör, Ausstattung, Riggteile, Segel und Segellatten in strikter Übereinstimmung mit der Konstruktionsanleitung herstellt, und der durch World Sailing und die internationale Laser Klassenvereinigung als ein Laser Bootsbauer genehmigt worden ist.

Wer Fragen dazu hat, kann hier gerne kommentieren oder mir schreiben, und wie gesagt, auf Facebook, laserinternational.org, eurilca.eu und Co. findet man alles Mögliche zu dem Thema.

Das E steht für Eckernförde

Bei der diesjährigen Kieler Woche wurden wir Laser Mädels auf die Bahn Echo geschickt, die auf halbem Wege Richtung Eckernförde liegt. Die ersten zwei Tage versorgte uns die Bahn mit ordentlich Wind aus West/Nordwest, sodass wir 5 Rennen komplett bei Durchhalte- und Hängebedingungen segeln konnten. Abgesehen von einem 35. Platz im ersten Rennen segelte ich ziemlich konstant um die 20 herum mit guten Starts oder zumindest guten Nachstartphasen. An den anderen beiden Tagen kämpfte der Gradientwind gegen die Seebrise, sodass wir entweder erst abends segeln konnten, als die Sonne und damit die Seebrise weg waren oder ganz früh morgens wenn die Sonne noch nicht stark genug war, um den Gradienten zu verdrängen.

Zustande kamen drei Rennen bei drehenden und löchrigen Bedingungen, von denen zwei bei stark abnehmendem und schließlich kaum noch vorhandenem Wind zu Ende gesegelt wurden, wobei es wie beim Mikado war: Bloß nicht bewegen, sonst bekam man eine gelbe Flagge von der Jury.

Im ersten von diesen beiden Rennen machte ich viel richtig und wurde 12., im zweiten Rennen dagegen war ich immer zur falschen Zeit am falschen Ort und schaffte es letztendlich nur mit Mühe aus dem Flautenloch ins Ziel.

Gestern standen dann nur noch die Medalraces an, die wir auf der großen Leinwand in Schilksee verfolgten, mussten aber zur großen Enttäuschung feststellen, dass nur 49er, Fx und Nacra17 übertragen wurden…

Jetzt hat mein Laser erstmal etwas Ruhe von mir, denn ich werde mich ein bisschen als Trainerin für Optisegler versuchen.

English Version

At this year’s Kieler Woche they sent us Lasers to the area Echo, which is halfway towards Eckernförde – and that’s a loong way out. The first two days the racing area provided us with quite strong wind from WNW so we could sail 5 races in hiking conditions. Apart from a 35th in the first race, I always finished quite consistently around 20th. The other two days the seabreeze always fought with the gradient so the only time we could sail was in the morning and late evening when the seabreeze was too weak to kill the gradient. We managed to get three races in but two of them only because the RC let us drift over the finish line in no wind. I had one average, one good and one bad race but always quite good starts or good moments after the start.

This really helps me gaining more confidence and trust into my basis skills so I am quite happy with how the regatta went.

Now I‘m looking forward to coaching some optimist sailors. It’s always good to go back to the basics and give your knowledge to the next generation.

But what if…

This weekend I was sailing the YES – Young Europeans Sailing – in Kiel. The first day we had surviving conditions with 25 to 30 knots. In the one and only race on that day I had a terrible start but managed to catch up quite well and only capsized once so I finished 8th. Yesterday I scored 11, 18 and 6 which in this fleet of 41 boats wasn’t really what I was aiming for BUT what if… I had swallowed my pride and had taken a more global look at the 1st mark which I approached in 1st place in the second race on day two. In a battle for 1st with another German sailor we both got tangled up at the mark and lost a lot of boats. One just should not battle for a place after the very first upwind… I could have won the race or at least would have scored a top result instead of getting my discard.

It’s stupid to do the “what if” calculation but if I had won that race I could have dropped the 11th from the first race and I would only have had 15 points, leaving me sitting in 3rd going into the the final day!

Well, we are all only human and regrets don’t really help your performance. I had two really good starts out there yesterday and one more today and two good 1st upwinds yesterday so I’ll take that incident at the top mark as a mistake to learn from and my good performance from this regatta to feed my confidence for the next events. And coming 5th in the German Junior Championship which was included in this event was a nice bonus.

Foto: Franziska Goltz

Deutsche Version

Was wäre wenn…

Dieses Pfingstwochenende habe ich wieder an der YES – der Young Europeans Sailing – in Kiel teilgenommen. Am ersten Tag hatten wir mit 25 bis 30 Knoten starkem Westwind Überlebensbedingungen.

Nach einem katastrophalen Start konnte ich noch gut aufholen und kenterte nur einmal, sodass ich noch als 8. ins Ziel kam.

Gestern segelte ich die Plätze 11, 18 und 6, was jetzt nicht unbedingt das ist, was ich mir hier als Ziel gesetzt hatte, ABER was wäre wenn… ich im gestrigen zweiten Rennen meinen Stolz etwas heruntergeschluckt hätte, als ich als erste die Luvtonne erreichte, knapp vor einer anderen Seglerin. Stattdessen beharrte ich darauf meinen 1. Platz zu verteidigen, und da sie natürlich auch nicht so leicht aufgeben wollte, verzettelten wir uns und „parkten“ an der Tonne so lange bis ca. die Hälfte des Feldes an uns vorbeigezogen war.

Mit einer etwas globaleren Herangehensweise wäre das sicher nicht passiert und wir hätten vielleicht beide mindestens eine Top 5 Platzierung gehabt. Und ja, man soll nicht nachrechnen, wo man wäre, wenn man diesen und jenen Platz gehalten hätte, aber wenn ich diesen 1. Platz in dem Rennen gehalten hätte, hätte ich statt dem 18. den 11. Platz streichen können und wäre mit 15 Punkten als Gesamt-Dritte in den finalen Tag der Regatta gestartet…

Wie auch immer, Irren ist menschlich. Und Fehler machen auch. Und aus unseren Fehlern können wir nur lernen. Was bleibt, ist also ein großer Fehler, den ich garantiert nicht wieder mache und zwei sehr gute Starts und zwei gute Startkreuzen an Tag 2 und noch ein guter Start an Tag 3.

Das ist gutes Futter für mein Selbstbewusstsein für die nächsten Events und eine Urkunde für den 5. Platz in der deutschen Juniorenwertung gab der Regatta auch noch einmal einen schönen Abschluss.