EM in Aarhus

Nach der Kieler Woche hatten wir nur ein paar Tage frei vor der Europameisterschaft in Aarhus. Da ich ein Offshore-Training mit einem unserer Unterstützer in Rostock angesetzt hatte, reiste Nadi ein paar Tage früher als ich an und baute das Boot allein auf, sodass wir bei meiner Ankunft sofort lossegeln konnten.

Training mit Nils Wulf auf seiner Dehler 30 OD „Hornfisch“

Die Trainingswettfahrten an den beiden Tagen vor der Regatta liefen für uns recht gut. Wir beendeten fast alle in den Top 10. Als die offiziellen Wettfahrten begannen, drehte der Wind jedoch um einige Grad nach rechts und würde für den Rest der Woche aus dieser ablandigen westlichen Richtung wehen.

Verrückte Bedingungen in Aarhus sorgten für einen schlimmen Crash im Feld der 49er Männer!

Das bedeutete, dass wir jeden Tag sehr drehende und instabile Bedingungen mit vielen Böen und Winddrehern hatten, die teilweise wie Kanonenkugeln einschlugen.

Das sorgte für sehr interessante und intensive Rennen. Dazu kam noch, dass wir nie weniger als 13kts hatten.

Tag eins war nicht unser Tag. Zunächst knackte bei einem der ersten Gennaker-Bergemanöver mein unterer Rücken einmal so richtig durch, noch bevor wir überhaupt das erste Rennen gestartet hatten, und das war ein echter Schock für uns alle. Dank der Rückenverstärkung in meinem Trapezhose konnte ich aber den ganzen Tag segeln, ich musste nur ein paar Schmerzmittel nehmen. Die zweite Sache war, dass wir mit unserer Aggressivität beim Start zu kämpfen hatten. Und wenn man in einer Flotte von 35 Booten in der zweiten Reihe startet, wird es nicht gerade einfacher, das nächste Windfeld zu erspähen… Ein weiterer kritischer Moment an diesem Tag war eine heftige Front, die während des zweiten Rennens durchzog. Wir waren auf mittleren Wind eingestellt, als wir plötzlich Windstärken hatten, die über dem Regattalimit der Klasse lagen. So kämpften alle damit, abzufallen und dabei nicht zu kentern. Wir haben es tatsächlich geschafft abzufallen, sind aber gleich danach gekentert.

Slippen bei drehenden Winden ist immer stressig…

Am selben Abend haben wir uns bis spät in die Nacht darüber unterhalten, wie wir die Zusammenarbeit beim Start verbessern können, und beschlossen, die Verantwortung am zweiten Tag ein wenig zu teilen, was ziemlich gut funktionierte.

Tag 3 hätte unser Tag werden können: Wir waren in der gleichen Flotte wie unsere Trainingspartner und würden daher definitiv unseren Trainer auf unserem Kurs haben, aber wir segelten nicht gut genug, um den Sprung in die Goldflotte zu schaffen. Also starteten wir ab Tag 3 wieder in der Silberflotte. Da wir insgesamt 70 Boote waren und nur 25 Boote in die Goldfleet kommen, war die Silberflotte wesentlich größer als ein durchschnittliches 49er Regattafeld. Die große Anzahl an Booten sorgte für noch mehr Pannenpotenzial, als die ohnehin schon unruhigen und instabilen Bedingungen boten. Aber das war gut für uns, denn unser wichtigstes Ziel war es, ein sauberes Rennen ohne größere Zwischenfälle zu segeln.

Am Ende wurden wir 46. von 70 Booten und blieben damit weit hinter unseren Erwartungen zurück. Aber wie sagt man doch so schön: Die Generalprobe muss schief gehen, damit die Vorstellung gut läuft. Und tatsächlich war das Ergebnis für uns nicht wichtig. Es war zwar die Europameisterschaft, aber was zählte, waren all die kleinen Dinge, die wir über das Segeln in instabilen Bedingungen gelernt haben. Ein weiteres Lernziel, das wir abhaken konnten!

Glücklich mit unseren Lernfortschritten!

Übersetzt mithilfe von http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

English Version

European Championship in Aarhus

After Kiel Week we only had a couple of days off before the Europeans in Aarhus. Since I had an Offshore training with one of our supporters scheduled in Rostock Nadi arrived a couple of days earlier than me and rigged up the boat alone so when I arrived, we were able to go sailing straight away.

The training races on the two days before the event went quite well for us. We finished almost all of them in the Top 10. However, when the racing started the breeze swung quite some degrees to the right and would blow from that offshore westerly direction for the rest of the week.

This meant that we had super shifty and unstable conditions with Puffs and shifts that hit like cannon balls every day.

This made for very interesting and intense racing. Plus, we never had less than 13kts.

Day one wasn’t really our day. To begin with, I cracked my lower back in one of the first drops before we even started racing and that was a real shock for all of us. Thanks to the back protector in my trapeze harness though, I was able to sail the whole day, just had to take some painkillers. Second thing was, we struggled with our aggressiveness on the starts. And starting 2nd row in a 35 boats fleet doesn’t exactly make spotting the next pressure easier… Another big moment of that day was a huge front that came through during the second race. We were set up for medium wind when we suddenly had wind strengths over the class’s racing limit. Everyone struggled to bear away and/or capsized. We managed to bear away but capsized right after.

We had a long late-night chat about how we can improve working more together in the starts and decided to share the responsibility a bit on day two which worked well.

Day 3 lined up to be our day: We were in the same fleet as our training partners and therefore would definitely have our coach on our course, but we didn’t sail well enough to make the jump to gold fleet. So from day 3 on we were starting in the silver fleet again. Since we were 70 boats in total and there can only be 25 boats in gold fleet, the silver fleet was considerably larger than the average 49er fleet. The large number in boats made for even more fuck up potential than the shifty and unstable conditions provided anyway. But that was good for us since our main area to improve was still sailing a clean race without any major incidents.

In the end we finished 46th out of 70 boats which was way behind our expectations. But as we say in German, the last practice before the big show must go wrong for the big show to go well. And really, the result didn’t matter to us. Even though it was the Europeans, what mattered was all the small bits and pieces what we learned about sailing in shifty and unstable conditions. Another box that we could tick!

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