…und wenn man dann selbst krank wird, gibt es nur noch ein Ziel: Gesund werden!

Nachdem ich am Mittwoch auch mit einer Erkältung aufwachte, konnte ich mir das Kooperationstraining, das über Himmelfahrt in Kiel statt fand, eigentlich schon aus dem Kopf schlagen. Natürlich ging ich jeden Abend mit der Hoffnung ins Bett, am nächsten Tag wieder fit zu sein, aber leider gilt bei einer Erkältung: Sie kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage…. Und in dieser Zeit sollte man sich wirklich schonen, Tee trinken, inhalieren, schlafen und Vitamine futtern. Das tat ich auch fleißig. Am Samstag wollte ich nachmittags endlich mal wieder aufs Wasser und schauen, wie ich mich gegen die anderen Segler aus Deutschland so schlage, aber nach einem Rennen (in dem ich 8. von 69 wurde 😊💪🏻) musste ich leider aufgeben und frühzeitig zurück in den Hafen fahren…. Ich war wohl doch noch nicht wieder komplett fit. Nachdem ich gestern dann wieder das Bett gehütet hatte, steht nun erstmal mein zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum an. Pfingsten stehen auch noch die Young Europeans Sailing an, zu denen ich dann hoffentlich wieder topfit bin.

Wenn ein Trainingspartner krank ist, einer beim Arzt und einer in der Schule, dann hat man halt mal Einzeltraining. Gestern war ich mit meiner Trainerin allein auf dem Wasser und wir krempelten meine Halsen- und Wendentechnik einmal komplett um.

Was eine kleine Böe für eine Panik auslösen kann….

Am Wochenende war ich zur Kupfernen Rohrdommel am Dümmer. Am Samstag war wie jedes Jahr bei dieser Regatta kein Wind… Wir vertrauten dem Wetterbericht und spekulierten darauf, dass es nichts mit segeln wurde und bauten nicht einmal unsere Boot auf. Am Nachmittag gab es dann eine kleine Aufregung, weil die Windräder plötzlich anfingen sich zu Drehen und das Wasser sich kräuselte. Doch nach einer kleinen Panikattacke wurde das Wasser auf der anderen Seite des Sees wieder glatt und Ruhe kehrte wieder im Hafen ein. 

Am Sonntag war zum Glück ganz guter Wind und wir bekamen sogar  noch 4 Wettfahrten zusammen. Am Ende wurde ich 6. von 16 Teilnehmern, wobei die ersten 4 aus meiner Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt kamen. Mit 5,5,4,3 konnte ich mich über gute Einzelergebnisse freuen. 

Jetzt geht es erstmal mit Training in Kiel weiter. Am Wochenende steht dann das Kooperationstraining hier an, wo sich quasi alle Lasersegler aus Deutschland treffen und zusammen trainieren und Wettfahrten segeln. 

Silberne Seerose in Steinhude

Vergangenes  Wochenende nahm ich an der Silbernen Seerose auf meinem Heimatrevier, dem Steinhuder Meer teil. Es war schön, mal wieder auf vertrautem Gewässer zu segeln. Gleich in der ersten Wettfahrt konnte ich feststellen, dass ich immer noch sehr gut mit der guten alten Westwind-Kabbelwelle zurechtkam. Es war irgendwie viel einfacher, auf Vorwind auf die Wellen raufzukommen, als in Hyères oder in Kiel. Es war eben das Revier, auf dem ich segeln gelernt hatte. Das erste Rennen schloss ich trotz des guten Wellengefühls wegen einer Kenterung nur im Mittelfeld ab, doch die nächsten beiden Rennen beendete ich mit einem guten 3. und 4. Platz. Super gut drauf kam ich vom Wasser. An diesem Tag hatte ich gesehen, dass das harte Training in Kiel sich schon auszahlte. Zwar fuhr ich immernoch meinen Trainingspartnern aus Kiel hinterher, aber dafür war ich schneller als meine ehemalige Trainingsgruppe und konnte am Start (was ja immer mein Problemgebiet war) den ein oder anderen Segler abklemmen. 

Am Sonntag lief es leider nicht mehr so gut, und dank eines OCS zählte der 3. Platz vom Vortag auch nicht und so reichte es am Ende leider nur noch für einen Platz im Mittelfeld. 

Trotzdem war die Regatta als Trainingsevent eine super Veranstaltung! 

Kompletter Bericht vom Training und Europacup in Hyères

Seit genau einer Woche bin ich wieder in Deutschland. Nachdem wir am Montag die Boote abgeladen hatten, haben wir auch schon wieder fleißig trainiert. – und meinen Bericht von Hyères hab ich auch endlich fertig. Ich hatte eine super Zeit, aber lest selbst. 🙂

Hyeres April 2016

…und da nahm das Unglück seinen Lauf…

Zurzeit bin ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Südfrankreich im Trainingslager. Seit vier Tagen trainieren wir schon fleißig auf dem Mittelmeer. Unter anderem vorgestern bei starkem Wüstenwind aus dem Süden und schönen großen Wellen. Nach einer halben Stunde Wendentraining war für mich die Trainingseinheit jedoch vorbei. Bei einer Wende von Steuerbord- auf Backbordbug kenterte ich. Zufälligerweise hatte meine Trainerin gerade dieses Manöver für die spätere Videoanalyse gefilmt. 

  
Dann musste sie allerdings schnell die Kamera wegpacken, weil ich etwas manövrierunfähig mit einem kaputten Unterliekstrecker herumtrieb. Da sich das Unterliek bei den riesigen Wellen nicht reparieren ließ, beschlossen wir mein Boot abzubauen und mich reinzuschleppen. Beim Abbauen brach mein 2 Jahre altes Mastoberteil an der Sollbruchstelle. Dadurch riss auch noch mein Segel. Die Sache mit dem Mast war ärgerlich, aber nicht so schlimm, weil hier Ersatzmaterial vorhanden war. Ein zweites Segel hatte ich jedoch nicht dabei – und 6 Tage Segeln lagen noch vor mir. Also musste ich mir schnell ein neues Segel besorgen. Bei einem französischen Laser Performance Vertreter wurde ich dann gestern stolze Besitzerin eines nagelneuen Laser radial Segels. Nachdem wir gestern noch die Segelnummern eingeklebt hatten, geht es heute bei perfekten Bedingungen aufs Wasser, um das neue Segel einzusegeln. 

  
In solchen Situationen weiß man eine tolle Trainingsgruppe, die mit Ersatzmaterial und Erfahrungsschatz hilft, echt zu schätzen. Danke Leute!

KLD in Hamburg

Heute stand mal kein Training auf dem Programm. Stattdessen ging es mit dem Fitnesstrainer zur Körperlichen Leistungsdiagnostik nach Hamburg. Dort musste ich, in komplizierte Geräte eingespannt, meine Maximalkraft und Kraftausdauer unter Beweis stellen. Außerdem wurde ich für 5000m zwölfeinhalb mal um den Sportplatz gejagt.

Jetzt weiß ich genau, woran ich noch arbeiten muss und kann mein Training noch effektiver gestalten!

Mit vielen Hausaufgaben im Gepäck ging es also wieder zurück nach Kiel.

  

Saisonstart nun auch in Kiel

Nachdem wir in Hyeres schon gut in die Saison gestartet sind, haben wir uns an diesem Wochenende auch in Kiel endlich aufs Wasser getraut. Nach 2 Stunden am Samstag war allen allerdings so kalt, das wir schnell wieder an Land und in die Sauna gingen. Den Rest des Samstags und am Sonntag stand dann wegen gefühlten -7 Grad Celsius nur noch Programm in der Halle und im Kraftraum auf dem Zeitplan. Vielleicht klappt es am Dienstag nochmal mit dem Wassertraining….

  

Zum Abschluss des Trainings in Hyères fuhren wir am Freitag eine Stunde Halbwind in den sogenannten „Schlauch“, eine Meerenge zwischen zwei Inseln, die die Bucht von Hyères begrenzen. Dort trainierten wir bei schönsten Bedingungen noch einmal Vorwind- und Amwindfahrtechnik in der Mittelmeerdünung und unsere Trainerin knipste ein paar tolle Fotos. 😊

Und so war mein erstes Trainingslager im warmen Süden auch schon wieder vorbei. 4 Wochen Schule und Training im kalten Kiel stehen nun auf dem  Programm.

  

Back on the water -oder besser gesagt- under water

Mit viel Wind und Kabbelwellen startete ich in Hyères in die Segelsaison 2016. Bei meiner ersten Auslandsregatta im Laser radial segelte ich von ca. 70 Teilnehmern unter die Top 25, was mir zeigt, dass sich das tägliche Training in Kiel langsam lohnt. 😊

Hier ein kleiner Einblick in das Training der vergangenen Tage: