…und da nahm das Unglück seinen Lauf…

Zurzeit bin ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Südfrankreich im Trainingslager. Seit vier Tagen trainieren wir schon fleißig auf dem Mittelmeer. Unter anderem vorgestern bei starkem Wüstenwind aus dem Süden und schönen großen Wellen. Nach einer halben Stunde Wendentraining war für mich die Trainingseinheit jedoch vorbei. Bei einer Wende von Steuerbord- auf Backbordbug kenterte ich. Zufälligerweise hatte meine Trainerin gerade dieses Manöver für die spätere Videoanalyse gefilmt. 

  
Dann musste sie allerdings schnell die Kamera wegpacken, weil ich etwas manövrierunfähig mit einem kaputten Unterliekstrecker herumtrieb. Da sich das Unterliek bei den riesigen Wellen nicht reparieren ließ, beschlossen wir mein Boot abzubauen und mich reinzuschleppen. Beim Abbauen brach mein 2 Jahre altes Mastoberteil an der Sollbruchstelle. Dadurch riss auch noch mein Segel. Die Sache mit dem Mast war ärgerlich, aber nicht so schlimm, weil hier Ersatzmaterial vorhanden war. Ein zweites Segel hatte ich jedoch nicht dabei – und 6 Tage Segeln lagen noch vor mir. Also musste ich mir schnell ein neues Segel besorgen. Bei einem französischen Laser Performance Vertreter wurde ich dann gestern stolze Besitzerin eines nagelneuen Laser radial Segels. Nachdem wir gestern noch die Segelnummern eingeklebt hatten, geht es heute bei perfekten Bedingungen aufs Wasser, um das neue Segel einzusegeln. 

  
In solchen Situationen weiß man eine tolle Trainingsgruppe, die mit Ersatzmaterial und Erfahrungsschatz hilft, echt zu schätzen. Danke Leute!

KLD in Hamburg

Heute stand mal kein Training auf dem Programm. Stattdessen ging es mit dem Fitnesstrainer zur Körperlichen Leistungsdiagnostik nach Hamburg. Dort musste ich, in komplizierte Geräte eingespannt, meine Maximalkraft und Kraftausdauer unter Beweis stellen. Außerdem wurde ich für 5000m zwölfeinhalb mal um den Sportplatz gejagt.

Jetzt weiß ich genau, woran ich noch arbeiten muss und kann mein Training noch effektiver gestalten!

Mit vielen Hausaufgaben im Gepäck ging es also wieder zurück nach Kiel.

  

Saisonstart nun auch in Kiel

Nachdem wir in Hyeres schon gut in die Saison gestartet sind, haben wir uns an diesem Wochenende auch in Kiel endlich aufs Wasser getraut. Nach 2 Stunden am Samstag war allen allerdings so kalt, das wir schnell wieder an Land und in die Sauna gingen. Den Rest des Samstags und am Sonntag stand dann wegen gefühlten -7 Grad Celsius nur noch Programm in der Halle und im Kraftraum auf dem Zeitplan. Vielleicht klappt es am Dienstag nochmal mit dem Wassertraining….

  

Zum Abschluss des Trainings in Hyères fuhren wir am Freitag eine Stunde Halbwind in den sogenannten „Schlauch“, eine Meerenge zwischen zwei Inseln, die die Bucht von Hyères begrenzen. Dort trainierten wir bei schönsten Bedingungen noch einmal Vorwind- und Amwindfahrtechnik in der Mittelmeerdünung und unsere Trainerin knipste ein paar tolle Fotos. 😊

Und so war mein erstes Trainingslager im warmen Süden auch schon wieder vorbei. 4 Wochen Schule und Training im kalten Kiel stehen nun auf dem  Programm.

  

Back on the water -oder besser gesagt- under water

Mit viel Wind und Kabbelwellen startete ich in Hyères in die Segelsaison 2016. Bei meiner ersten Auslandsregatta im Laser radial segelte ich von ca. 70 Teilnehmern unter die Top 25, was mir zeigt, dass sich das tägliche Training in Kiel langsam lohnt. 😊

Hier ein kleiner Einblick in das Training der vergangenen Tage: 

   
   

Nach 2 Tagen sind wir wohlbehalten in Hyères angekommen.

  • Boote abgeladen
  • Appartement bezogen
  • Eingekauft

(Wobei wir fürs Einkaufen genauso viel Zeit gebraucht haben wie fürs Abladen und Einziehen) 😉

 
Laura und ich werden diese Woche noch ein bisschen an unserer Bräune arbeiten. ☀️

Home, Sweet Home!

Bevor wir nächste Woche nach Hyères in die Sonne (hoffentlich) fahren, habe ich dieses Wochenende nochmal eine Runde heimatliche Luft getankt und meine Familie und Freunde zu Hause besucht. Dabei wurde auch das nicht mehr vorhandene ehemalige SVG-Clubhaus besichtigt. Eingehüllt in Schneematsch, ohne Boote an den Stegen sieht das Gelände ganz schön trostlos aus. Da freut man sich umso mehr auf das neue Gebäude!