Spagat zwischen Schule und Training

Diese und nächste Woche waren/sind nochmal richtig vollgestopft mit Klausuren, Referaten und Hausarbeiten. Da musste das Fitnesstraining bzw die Freizeit etwas zurückstecken. Also war ich froh, dass ich bei den traumhaften Bedingungen, die wir diese Woche hatten, auf dem Wasser mal abschalten konnte.


Dafür werde ich aber übernächste Woche bis auf eine Klausur mit der Schule für dieses Jahr erstmal durch sein. Am 1.7. werden die Noten eingetragen und danach läuft die paar Tage, die ich nicht Regatten segle, in der Schule sowieso nichts mehr. Dann kann ich mich ganz auf die Vorbereitung für die IDJM und die JEM konzentrieren!

Bitburgpokal in Wismar

Letztes Wochenende fuhren wir radial Mädels alle zusammen nach Wismar. Um 11 Uhr ging es am Samstag los, 4 Wettfahrten standen auf dem Programm. Von knapp 4 kts bis 15 kts Wind war in jeder Wettfahrt etwas dabei. Dadurch, dass der Wind ablandig wehte und der Himmel laufend von bewölkt zu blau wechselte, waren die Bedingungen nicht nur böig, sondern auch sehr drehend. Man musste eigentlich nur auf den Kompass schauen und dabei aber auch den Kopf oben behalten und auf die Böen achten, dann kam man eigentlich immer unter den Top 5 an. So kamen für mich die Plätze 3,5,5,4 heraus, sodass ich am Ende des Tages als 4. punktgleich mit meiner drittplatzierten Trainingspartnerin war. Platz 1 und 2 belegten die anderen 2 Mädels aus unserer Trainingsgruppe.

Sonntag waren die Bedingungen eigentlich dieselben, mit dem Unterschied, dass der Wind eher gegen 20kts tendierte. Es kam also mehr auf den Speed an. Ich fühlte mich irgendwie nicht so fit und war unkonzentriert und fiel so mit den Plätzen 8 und 5 in der Gesamtwertung auf Platz 5 zurück. 

Am Ende hatten wir Mädels mit  den Plätzen 1,2,3 und 5 ganz gut abgeräumt. Und so konnten wir zufrieden wieder nach Hause fahren.

Young Europeans Sailing 2016

Am vergangenen Pfingstwochenende segelten wir hier in Kiel im Rahmen der Young Europeans Sailing unsere Deutsche Juniorenmeisterschaft aus. 34 Laser radial Damen gingen an den Start, mitten darunter: ich. Am Samstag solte um 13 Uhr der erste Start sein, aber weil wir Mädels erst nach den Standards und den 2 Radial-Jungs-Fleets starteten, ließen wir uns Zeit, ganz in Ruhe rauszufahren. Mit einem allgemeinen Rückruf starteten wir schließlich so gegen 13:30. Da der Wind tendenziell eher nach rechts drehen sollte, startete ich auf der bevorteilten rechten Startseite und wendete bei der nächsten Gelegenheit weg. Da die anderen erstmal weiterfuhren, wendete ich mit dem nächsten Rechtsdreher wieder zurück, um den Kontakt zum Feld zu halten. An der Luvtonne hatte ich dann nur noch 2 Gegnerinnen vor mir, von denen ich eine auf dem Vorwind noch abzog. Als Zweite ging ich auf den Reach, wo ich nur von Svenja Weger überholt wurde. Als 3. beendete ich das Rennen und war damit super zufrieden!Auf das nächste Rennen mussten wir 1,5h warten und das Rennen an sich war katastrophal. Aufgrund einer Front drehte der Wind so, dass die Kreuz und der Vorwind ein Halbwind waren und der Reach eine Kreuz. Dann wurde das Rennen zum Glück auch abgebrochen und wir wurden wegen einer Gewitterfront in den Hafen geschickt. Wir hatten also in 5 Stunden Wasserzeit 1 Wettfahrt geschafft – keine starke Leistung. Auch am Sonntag klappte es mit dem Regattasegeln nicht so wirklich. Bei der einzigen Wettfahrt des Tages wurden wir so von einer Gewitterfront überrascht, dass bei uns Mädels noch nicht einmal mehr die Hälfte ins Ziel kam. Ich war als 11. die Vorletzte, die die Ziellinie überquerte. Doch das brachte mir leider gar nichts, denn das Rennen wurde annuliert. 

Am letzten Tag der YES mussten wir dann noch 3 Wettfahrten schaffen, denn wenn wir weniger als 4 Wettfahrten hätten, würde es keine Meisterschaft mehr werden. Wir starteten also schon um 10 Uhr statt um 11 und schafften es tatsächlich, 3 faire, vernünftige Wettfahrten durchzuziehen. Ich vermasselte in allen drei Rennen den Start und musste mich dann bei 20-25kts erst nach vorne kämpfen. Am Ende wurde ich mit 3, 11, 18 und 8 insgesamt 10. von 34. Damit war ich super zufrieden. 

Es gibt zwar noch vieles woran ich arbeiten muss, allen voran meine Starts, die dieses Wochenende überhaupt nicht gut geklappt hatten, aber die YES Regatta zeigt, dass ich seit September schon gute Fortschritte gemacht habe.

Und auch unsere Trainerin war sehr zufrieden. Schließlich waren alle Mädels aus unserer Trainingsgruppe unter den Top Ten!

…und wenn man dann selbst krank wird, gibt es nur noch ein Ziel: Gesund werden!

Nachdem ich am Mittwoch auch mit einer Erkältung aufwachte, konnte ich mir das Kooperationstraining, das über Himmelfahrt in Kiel statt fand, eigentlich schon aus dem Kopf schlagen. Natürlich ging ich jeden Abend mit der Hoffnung ins Bett, am nächsten Tag wieder fit zu sein, aber leider gilt bei einer Erkältung: Sie kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage…. Und in dieser Zeit sollte man sich wirklich schonen, Tee trinken, inhalieren, schlafen und Vitamine futtern. Das tat ich auch fleißig. Am Samstag wollte ich nachmittags endlich mal wieder aufs Wasser und schauen, wie ich mich gegen die anderen Segler aus Deutschland so schlage, aber nach einem Rennen (in dem ich 8. von 69 wurde 😊💪🏻) musste ich leider aufgeben und frühzeitig zurück in den Hafen fahren…. Ich war wohl doch noch nicht wieder komplett fit. Nachdem ich gestern dann wieder das Bett gehütet hatte, steht nun erstmal mein zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum an. Pfingsten stehen auch noch die Young Europeans Sailing an, zu denen ich dann hoffentlich wieder topfit bin.

Wenn ein Trainingspartner krank ist, einer beim Arzt und einer in der Schule, dann hat man halt mal Einzeltraining. Gestern war ich mit meiner Trainerin allein auf dem Wasser und wir krempelten meine Halsen- und Wendentechnik einmal komplett um.

Was eine kleine Böe für eine Panik auslösen kann….

Am Wochenende war ich zur Kupfernen Rohrdommel am Dümmer. Am Samstag war wie jedes Jahr bei dieser Regatta kein Wind… Wir vertrauten dem Wetterbericht und spekulierten darauf, dass es nichts mit segeln wurde und bauten nicht einmal unsere Boot auf. Am Nachmittag gab es dann eine kleine Aufregung, weil die Windräder plötzlich anfingen sich zu Drehen und das Wasser sich kräuselte. Doch nach einer kleinen Panikattacke wurde das Wasser auf der anderen Seite des Sees wieder glatt und Ruhe kehrte wieder im Hafen ein. 

Am Sonntag war zum Glück ganz guter Wind und wir bekamen sogar  noch 4 Wettfahrten zusammen. Am Ende wurde ich 6. von 16 Teilnehmern, wobei die ersten 4 aus meiner Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt kamen. Mit 5,5,4,3 konnte ich mich über gute Einzelergebnisse freuen. 

Jetzt geht es erstmal mit Training in Kiel weiter. Am Wochenende steht dann das Kooperationstraining hier an, wo sich quasi alle Lasersegler aus Deutschland treffen und zusammen trainieren und Wettfahrten segeln. 

Silberne Seerose in Steinhude

Vergangenes  Wochenende nahm ich an der Silbernen Seerose auf meinem Heimatrevier, dem Steinhuder Meer teil. Es war schön, mal wieder auf vertrautem Gewässer zu segeln. Gleich in der ersten Wettfahrt konnte ich feststellen, dass ich immer noch sehr gut mit der guten alten Westwind-Kabbelwelle zurechtkam. Es war irgendwie viel einfacher, auf Vorwind auf die Wellen raufzukommen, als in Hyères oder in Kiel. Es war eben das Revier, auf dem ich segeln gelernt hatte. Das erste Rennen schloss ich trotz des guten Wellengefühls wegen einer Kenterung nur im Mittelfeld ab, doch die nächsten beiden Rennen beendete ich mit einem guten 3. und 4. Platz. Super gut drauf kam ich vom Wasser. An diesem Tag hatte ich gesehen, dass das harte Training in Kiel sich schon auszahlte. Zwar fuhr ich immernoch meinen Trainingspartnern aus Kiel hinterher, aber dafür war ich schneller als meine ehemalige Trainingsgruppe und konnte am Start (was ja immer mein Problemgebiet war) den ein oder anderen Segler abklemmen. 

Am Sonntag lief es leider nicht mehr so gut, und dank eines OCS zählte der 3. Platz vom Vortag auch nicht und so reichte es am Ende leider nur noch für einen Platz im Mittelfeld. 

Trotzdem war die Regatta als Trainingsevent eine super Veranstaltung! 

Kompletter Bericht vom Training und Europacup in Hyères

Seit genau einer Woche bin ich wieder in Deutschland. Nachdem wir am Montag die Boote abgeladen hatten, haben wir auch schon wieder fleißig trainiert. – und meinen Bericht von Hyères hab ich auch endlich fertig. Ich hatte eine super Zeit, aber lest selbst. 🙂

Hyeres April 2016

…und da nahm das Unglück seinen Lauf…

Zurzeit bin ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Südfrankreich im Trainingslager. Seit vier Tagen trainieren wir schon fleißig auf dem Mittelmeer. Unter anderem vorgestern bei starkem Wüstenwind aus dem Süden und schönen großen Wellen. Nach einer halben Stunde Wendentraining war für mich die Trainingseinheit jedoch vorbei. Bei einer Wende von Steuerbord- auf Backbordbug kenterte ich. Zufälligerweise hatte meine Trainerin gerade dieses Manöver für die spätere Videoanalyse gefilmt. 

  
Dann musste sie allerdings schnell die Kamera wegpacken, weil ich etwas manövrierunfähig mit einem kaputten Unterliekstrecker herumtrieb. Da sich das Unterliek bei den riesigen Wellen nicht reparieren ließ, beschlossen wir mein Boot abzubauen und mich reinzuschleppen. Beim Abbauen brach mein 2 Jahre altes Mastoberteil an der Sollbruchstelle. Dadurch riss auch noch mein Segel. Die Sache mit dem Mast war ärgerlich, aber nicht so schlimm, weil hier Ersatzmaterial vorhanden war. Ein zweites Segel hatte ich jedoch nicht dabei – und 6 Tage Segeln lagen noch vor mir. Also musste ich mir schnell ein neues Segel besorgen. Bei einem französischen Laser Performance Vertreter wurde ich dann gestern stolze Besitzerin eines nagelneuen Laser radial Segels. Nachdem wir gestern noch die Segelnummern eingeklebt hatten, geht es heute bei perfekten Bedingungen aufs Wasser, um das neue Segel einzusegeln. 

  
In solchen Situationen weiß man eine tolle Trainingsgruppe, die mit Ersatzmaterial und Erfahrungsschatz hilft, echt zu schätzen. Danke Leute!

KLD in Hamburg

Heute stand mal kein Training auf dem Programm. Stattdessen ging es mit dem Fitnesstrainer zur Körperlichen Leistungsdiagnostik nach Hamburg. Dort musste ich, in komplizierte Geräte eingespannt, meine Maximalkraft und Kraftausdauer unter Beweis stellen. Außerdem wurde ich für 5000m zwölfeinhalb mal um den Sportplatz gejagt.

Jetzt weiß ich genau, woran ich noch arbeiten muss und kann mein Training noch effektiver gestalten!

Mit vielen Hausaufgaben im Gepäck ging es also wieder zurück nach Kiel.