Von der Liebe zum Segeln

Zwei Monate in Melbourne sind nun vorbei und was für unglaubliche zwei Monate es waren! Drei große Laserregatten sind über die Bühne gegangen, ohne dass ich bei einer einzigen von ihnen an den Start gegangen wäre.

Stattdessen habe ich einen alten 49er Fx gekauft, einen Haufen an Bootsarbeit reingesteckt, und das mit stürmischen Tagen und den Arbeitszeiten meiner Steuerfrau jongliert, um so viel Zeit wie möglich auf dem neuen Boot verbringen zu können.

Wir hätten an der 49er WM teilnehmen können – es wäre relativ praktisch gewesen, da sie auf der anderen Seite der Bucht in Geelong stattfand – aber ich wollte es langsam angehen. Ich wollte nicht gleich wieder in eine große Regatta stolpern. Nachdem ich gerade erst wieder angefangen hatte, 49er Fx zu segeln, wollte ich es nicht gleich übertreiben und am Ende Angst davor haben das Boot zu segeln.

Ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Zwar gab es den ein oder anderen Kommentar, ob wir nicht im falschen Club wären, aber das war uns egal und wir hatten eine unglaubliche Zeit. Tatsächlich schafften wir es, trotz der Inkompatibilität unserer Zeitpläne, viele Wasserstunden zu sammeln. Zusammen haben wir super viel gelernt, wurden jeden Tag selbstbewusster in unseren Bewegungen auf dem Boot und trauten uns mit jeder Woche etwas mehr Wind zu. Im

Die Beziehung, die wir hatten, (nachdem die Entscheidung gefallen war, nicht an der WM teilzunehmen) basierte nicht auf einem gemeinsamen Ziel, wie sich für die olympischen Spiele zu qualifizieren, sondern einfach nur darauf, auf dem Wasser zu sein, zusammen Spaß zu haben und zu lernen.
Und das war genug, um uns zu motivieren, uns jeden Tag aufzuraffen und z.B. früh aufzustehen und mit dem Fahrrad 40min zum Club zu fahren, mit dem Spinnaker im Rucksack auf dem Rücken. Alles bloß, weil wir unbedingt segeln wollten und der Fakt, dass wir an einigen Tagen nicht segeln konnten, weil zu viel Wind war, ich irgendwas am Boot reparieren musste oder Jaimee arbeiten musste, machte den Reiz segeln zu gehen nur noch größer.

Ich habe die Zeit echt genossen und war so viel entspannter auf dem Boot, als sonst. Zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann, konnte ich segeln ohne mir selbst Druck zu machen (außer vielleicht nicht im Hafen zu kentern, um das Rigg nicht zu zerstören) und das war ein sehr gutes Gefühl.

Für meinen 49er geht es jetzt nach Brisbane in seine neue Heimat, wo ich noch ein paar Tage mit meinem Freund segeln werde, bevor es zurück nach Europa geht. Vielen Dank an Jaimee, meine Australische Steuerfrau und an alle, die mir mit dem Boot geholfen haben, seien es Material, Werkzeuge, Tips oder Hilfe beim Bootskauf, Versicherung etc gewesen. Sogar an den Tagen, wo ich nicht segeln konnte, habe ich so unglaublich viel gelernt, was mir in Zukunft in dieser Klasse helfen wird.

About the Love of Sailing

Two months in Melbourne now come to an end and what a two months it has been! I‘ve seen a few big Laser regattas going through without taking part in them. Instead I bought an old 49er, put heaps of boatwork in it and juggled that with stormy days and my sailing partner‘s job to get the most out of the time and get lots of sailing on the new boat.

We didn’t take part in the 49er World championship in Geelong although it would have been quite convenient given it was just across the bay. But I wanted to take it step by step without any pressure rather than jumping straight into a big regatta again. After I just started to sail in this class again I didn’t wanna get scared off the boat immediately.

I believe it was the right decision. There were a lot of comments such as “Aren’t you at the wrong club?” but Jaimee and I had a cracker of a time and we actually got quite a lot of hours on the water despite all the obstacles we were constantly tackling to get our schedules in sync. Together we learned heaps and became more confident moving on the boat day by day, always adding a few knots more wind as the weeks went on.

Our partnership (after the decision was made not to do the worlds) was not based on a common goal like qualifying for the Olympic games in a couple of years but was “just” a temporary arrangement to get us on the water, learn and have fun. And that was enough to get ourselves motivated, enough to show up any day – even getting up early in the morning to cycle 40mins to the harbour with the spinnaker in my backpack. It was just pure love for sailing. And all the hard boatwork just made the time sailing the boat even sweeter.

I really enjoyed the time, opened up and was more relaxed when sailing the Fx than ever before. For the first time since I can remember I sailed without putting pressure on myself and it was an awesome experience!
Thanks Jaimee – you are an awesome person to sail with and I really look forward to do this again some time!
Also thanks to everyone who helped me with the boat, was it equipment, tools or tips, organizing the purchase, getting insurance etc. Even on the days I didn’t sail I learned so much stuff that will be useful for my future in this class.

Now the boat is all packed up and ready for her trip to her new home up in Brisbane where I’ll sail a few more couple of days with my boyfriend before heading back to Europe.

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